Pflegekammern

Hessen: Mehrheit gegen Pflegekammer

Pflegekammer

Hessen: Mehrheit gegen Pflegekammer

Eine Pflegekammer für Hessen? ver.di Eine Pflegekammer für Hessen?

Keine Pflegekammer für Hessen

So kann´s auch gehen: Die Pflegefachkräfte in Hessen haben sich entschieden. Und zwar gegen eine Pflegekammer. Der ver.di-Landesfachbereichsleiter Georg Schulze-Ziehaus begrüßt das Ergebnis. »Die Pflege braucht auch in Hessen Aufwertung und Entlastung durch gute Arbeitsbedingungen, verbindliche Personalmindeststandards und angemessene Bezahlung«, sagt er.

Und genau dafür wird ver.di sich mit den Kolleginnen und Kollegen weiter einsetzen. Ganz ohne verpflichtende Mitgliedschaft und Zwangsbeiträge.

Infos findet ihr auch in unserem Flyer.

 

 

 

 

 

  

  • November 2018: Klare Mehrheit gegen Pflegekammer

    Hessens Pflegefachkräfte lehnen bei einer Befragung durch das Landessozialministerium die Einrichtung einer Pflegekammer mit verpflichtender Mitgliedschaft deutlich ab.

    Das Votum zur Einrichtung einer Pflegekammer in Hessen ist eindeutig: Wie das Landessozialministerium am Freitag (16. November 2018) in Wiesbaden bekannt gab, lehnten 51,1 Prozent der knapp 65.000 befragten Pflegefachkräfte das Vorhaben ab. Nur 42,9 Prozent votierten für eine Pflegekammer, sechs Prozent hatten zu dem Thema keine Meinung. ver.di-Landesfachbereichsleiter Georg Schulze-Ziehaus begrüßte das Ergebnis und forderte, dass es von der Landesregierung respektiert wird. »Die Pflege braucht auch in Hessen Aufwertung und Entlastung durch gute Arbeitsbedingungen, verbindliche Personalmindeststandards und angemessene Bezahlung«, sagte er. Doch dafür müssten die politisch Verantwortlichen und die Arbeitgeber sorgen. »Eine Pflegekammer mit verpflichtender Mitgliedschaft und Beiträgen macht den Pflegeberuf nicht attraktiver – im Gegenteil«, so der Gewerkschafter.

     

    Nach Angaben des hessischen Sozialministeriums war die Zustimmung zur Pflegekammer insbesondere in der Altenpflege gering. »Pflegekräfte in der Altenpflege werden noch deutlich schlechter bezahlt als in Krankenhäusern. Sie können sich einen verpflichtenden Beitrag noch weniger leisten«, sagte Schulze-Ziehaus. »Vor allem aber sind sie offenbar davon überzeugt, dass die Kammer die zentralen Probleme der Pflege nicht lösen kann – und das meinen wir auch.« Er verwies darauf, dass eine Pflegekammer weder eine angemessene Bezahlung noch gute Arbeitsbedingungen durchsetzen könnte. »ver.di setzt sich weiter für eine starke berufsfachliche Vertretung der Pflegeberufe gegenüber der Landespolitik ein«, betonte Schulze-Ziehaus. »Dafür bieten wir allen Parteien und Verbänden Gespräche an.«

     

    Die Anästhesieschwester und Pain Nurse am Klinikum Fulda, Monika Schell, hatte sich schon vor der Abstimmung in einem ver.di-Flyer klar gegen eine Pflegekammer ausgesprochen. Weder Tarifverträge noch gesetzliche Personalbemessung oder der Schutz vor Überlastung am Arbeitsplatz fielen in den Zuständigkeitsbereich einer Kammer. »Die Kammer wird diese Probleme für uns daher auch nicht lösen«, so Schell. »Was die Pflege braucht, ist eine starke gewerkschaftliche Organisation.«

  • April 2018: Pflegefachkräfte sollen entscheiden

    Pflegekräfte sollen entscheiden

    Ab Ende Mai will das hessische Sozialministerium alle rund 57.000 in Hessen beschäftigten Pflegefachkräfte in einer Online-Umfrage zur möglichen Errichtung einer hessischen Pflegekammer befragen. Deshalb möchten wir Ihnen / Dir die Position der Gewerkschaft ver.di zur Pflegekammer erläutern.

     

    Die Pflege ist ein toller, anspruchsvoller und für die Gesellschaft wichtiger Beruf. Er verdient Anerkennung und Respekt. Nicht nur in Sonntagsreden, sondern im Alltag. Das heißt auch: Gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, inklusive regelmäßiger Fort- und Weiterbildung. Und natürlich eine angemessene Bezahlung.

     

    Dabei hilft uns eine Pflegekammer nicht. Für diese Position gibt es gewichtige Gründe.

     

    Was schlägt ver.di vor?

    Die Pflege verschafft sich Respekt. Nicht mit Hilfe der Pflegekammer, sondern durch eine starke, selbstbewusste Bewegung. Die öffentlichen Proteste, betrieblichen Aktionen und Streiks der vergangenen Monate – sei es in Krankenhäusern oder Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege – haben einiges bewirkt. Niemand kann mehr ignorieren, wie wichtig die Pflege ist und dass sich etwas ändern muss. Gemeinsam mit unserer Gewerkschaft ver.di lassen wir nicht locker und nehmen Politiker/innen und Arbeitgeber weiter in die Pflicht. Für Entlastung, mehr Personal und gute tarifliche Bezahlung. Das erreichen wir – gemeinsam.

     

    Alle Infos zum Thema findet ihr in unserem Flyer.

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