Kirchen und Arbeitsrecht

Für Anerkennung, Mitsprache und Aufwertung

Diakonie Mitteldeutschland

Für Anerkennung, Mitsprache und Aufwertung

Der ver.di Landesbezirk SAT (Sachsen,Sachsen-Anhalt,Thüringen) hatte Ende letzten Jahres die Beschäftigten diakonischer Betriebe gefragt, wie Sie die Arbeitssituation in Ihren einzelnen Bereichen bewerten und wie Sie zur Frage eines Tarifvertrages für die Diakonie Mitteldeutschland stehen.

Damit war auch die Frage verbunden, wie hoch eine Entgeltsteigerung insgesamt ausfallen sollte. Von insgesamt 3000 herausgegebenen Fragebögen sind noch bis in den Februar hinein 900 Exemplare an ver.di zurückgemeldet worden. Am 10. Februar haben wir gemeinsam mit ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen aus der Diakonie in Mitteldeutschland die Auswertung vorgenommen. Das vorliegende Ergebnis haben wir auf dem Infoblatt grafisch dargestellt. Wir waren sehr gespannt auf die getroffenen Aussagen und letztendlich hat sich Eines bestätigt:

Die Beschäftigten in der Diakonie sind realistisch und sehr sorgfältig in der Bewertung ihrer Arbeitssituation. Sie wissen im Ergebnis was wichtig für sie ist:

  • Anerkennung ihrer Arbeit!
  • Mitsprache für ihre Interessen!
  • Aufwertung Ihrer Tätigkeit

Diese Einschätzung hat die Mitglieder des Gesamtausschusses der Mitarbeitervertretungen in der Arbeitsrechtlichen Kommission veranlasst mit einem klar formulierten Antrag und einem Entwurf einer Vereinbarung in die nächste Sitzung zu gehen.

Die evangelische Kirche Mitteldeutschland, ihre Diakonie vereinbaren sich mit ver.di zu folgenden Eckdaten:

  • Vereinbarung einer Sozialpartnerschaft für den privatrechtlichen Bereich der Diakonie unter Berücksichtigung kirchenrechtlicher Fragen und koalitionsrechtlicher Betätigung der Arbeitnehmer/innen
  • Zukünftige Entgelterhöhungen und Regelungen zu den Arbeitsbedingungen werden nicht mehr in der Arbeitsrechtlichen Kommission verhandelt sondern zwischen dem DDGV und ver.di
  • Entwicklung eines Tarifvertrages Soziales für die Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege in Mitteldeutschland