Selbstverwalter/ BGW

Die ersten Beschlüsse und Orientierung

BGW

Die ersten Beschlüsse und Orientierung

Die neu gewählten Mitglieder für Vorstand und Vertreterversammlung kamen am 20. Oktober 2017 zu ihrer ersten Sitzung der 12. Amtsperiode zusammen. In dieser Sitzung des Versichertenparlaments ging es darum, die bisherige Arbeit zu bewerten, aktuelle Entwicklungen zu betrachten, Beschlüsse zu fassen und die Gremien der Selbstverwaltung zu wählen und einzusetzen. Zu beschließen waren die Jahresrechnung zum Haushaltsplan und zu den Stellenplänen als Arbeitsgrundlage der BGW für das Jahr 2018. Insbesondere wurde das Schwerpunktprogramm 2012 bis 2017 bilanziert. Gerade dieses Arbeitsinstrument hat sich bewährt. Denn viele der strategischen Ziele, die Vorstand und Vertreterversammlung zu Beginn der 11. Amtsperiode festgelegt hatten, konnten umgesetzt werden. Und auch für die 12. Amtsperiode wird es ein Schwerpunktprogramm geben, mit dem die BGW ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen will. Und in dieser ersten Sitzung berichteten Vorstand und Hauptgeschäftsführung über die Arbeit im Jahr 2017. Festzuhalten ist: Der Gesundheits- und Wohlfahrtsbereich wächst – und damit die Zahl der versicherten Unternehmen und Personen in der BGW. Zu verzeichnen ist ein Anstieg der Zahl der Mitgliedsbetriebe und Betriebsstätten, der Anzahl der versicherten Beschäftigten und ein intensiveres Versicherungsgeschehen. Das spiegelt sich in der Zunahme der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle sowie im Anstieg der gemeldeten Berufskrankheiten. Trotzdem konnte die BGW ihren Basis-Beitragsfuß, anhand dessen die Versichertenbeiträge berechnet werden, stabil halten.

Nichts ist so sicher wie die Veränderung – Ausbau der Präventionsleistungen und der digitalen Angebote

Die BGW steht wirtschaftlich, hinsichtlich ihres umfangreichen Leistungs- und Produktangebotes und hinsichtlich der wachsenden Zahl an Mitgliedsbetrieben, auf soliden Füßen. Dieses Wachstum bedeutet aber auch organisatorische und inhaltliche Anpassungen. Deshalb hier wichtige Vorhaben zur Verbesserung der Angebote der BGW, die die Selbstverwaltung in den nächsten Jahren begleiten wird:

  • Ein neues Präventionszentrum: Gemeinsam mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) wird in der Hamburger Hafen-City ein neues Präventionscentrum geschaffen. Dort sollen jährlich bis zu 360 Seminare der BGW stattfinden. Außerdem sollen Musterarbeitsplätze, Praxiswelten und Veranstaltungen die Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren erlebbar machen. Baubeginn ist 2018.
  • Prävention weiter im Mittelpunkt: Die Präventionsaktivitäten der BGW werden weiter ausgebaut, um das Arbeitsschutzniveau in allen Mitgliedsbetrieben kontinuierlich zu verbessern – unabhängig von ihrer Größe oder Branche. Dazu gehören noch mehr Betriebsbesichtigungen und betriebliche Beratungen, aber auch die Etablierung der „Gefährdungsbeurteilung“ als kontinuierlichen Verbesserungsprozeß gerade in den Betrieben des Gesundheits- und Sozialwesen. Auch werden die Online-Instrumente der BGW zur Selbstbewertung von Betrieben und Arbeitsplätzen weiterentwickelt. Hier hat die BGW mit dem Angebot „BGW Orga-Check“ zur Überprüfung der betrieblichen Arbeitsschutzorganisation gute Erfahrungen gesammelt.
  • Digitaler Ausbau: Die BGW setzt auf den Ausbau digitaler Angebote für Betriebe, Beschäftigte sowie Multiplikatoren. Auch die BGW stellt sich auf die Digitalisierung ein. Ein erster Schritt: Die Einführung der elektronischen Akte sowie die Weiterentwicklung der Kooperationen im IT-Bereich. So betreibt die BGW gemeinsam mit weiteren Berufsgenossenschaften und Einrichtungen der gesetzlichen Unfallversicherung ein neues Rechenzentrum in Nürnberg.

Und dann repräsentieren die Versichertenvertreter und -vertreterinnen in der 12. Amtsperiode:

Margret Steffen ver.di Margret Steffen  – damit es gelingt, die Beratung und die umfangreichen Kompetenzen der BGW für die betriebliche Arbeit von ver.di zu nutzen.

Dr. Margret Steffen ist alternierende Vorsitzende der Vertreterversammlung. Dieses Ehrenamt nimmt sie seit 2011 wahr. Die Vertreterin der Versicherten ist hauptamtlich im Bereich Gesundheitspolitik der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin tätig und zu erreichen unter: margret.steffen@verdi.de

Mann ver.di Axel Schmidt

Axel Schmidt ist amtierender Vorstandsvorsitzender. Er wurde 2010 erstmals für die Versichertenseite an die Spitze des Vorstands gewählt. Schmidt ist in der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin im Ressort Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik tätig und für das Referat für Soziale Selbstverwaltung, Sozialwahlen und Gesundheitspolitik zuständig. Er ist zu erreichen unter: axel.schmidt@verdi.de

Kontakt

  • Dietmar Erdmeier

    Ge­sund­heits­po­li­ti­k. The­menschwer­punk­te: EU-­Po­li­ti­k, Be­rufs­ge­nos­sen­schaft Ge­sund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pfle­ge

    030/6956-1815

  • Barbara Susec

    Ge­sund­heits­po­li­ti­k. The­menschwer­punk­te: Pfle­ge­po­li­ti­k, Di­gi­ta­li­sie­rung im Ge­sund­heits­we­sen

    030/6956-1811