SRH

Wertschätzung à la SRH?

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Wertschätzung à la SRH?

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde zum Neuabschluss des von uns zum 31. Dezember 2018 gekündigten SRH-Kliniken-Tarifvertrages gab es wenig konkrete Angebote und damit auch keine Ergebnisse. Von einem möglichen Tarifkompromiss sind wir noch »meilenweit« entfernt.

Hier eine kurze Auflistung unserer Forderungen und der Antworten der Arbeitgeber:

  • Tabellensteigerung 5,8%, mindestens TVöD-Niveau? Fehlanzeige!
  • Erhöhung um einen Mindestbetrag von 150 Euro? Fehlanzeige!
  • Zulage zur Honorierung von Betriebs- zugehörigkeit? Fehlanzeige!
  • Fahrtkostenzuschuss für Auszubildende? Fehlanzeige!
  • Zulagen für besondere Weiterbildungen und Beauftragungen? Fehlanzeige!
  • Erhöhung der Jahresprämie? Fehlanzeige!
  • Arbeitszeitverkürzung Ost auf 38,5 Stunden? Angebot von 6 Minuten täglicher Arbeitszeitverkürzung (0,5 Stunden auf dann 39,5 Stunden wöchentliche Arbeitszeit) ... und das 30 Jahre nach dem Fall der Mauer!

Eine Erhöhung der Entgelttabelle wurde in Aussicht gestellt, ohne diese konkret zu beziffern. Man müsse jetzt die durch die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen geänderten Möglichkeiten der Refinanzierung »prüfen«.

Unser Verständnis von konstruktiven Verhandlungen sieht anders aus.

Die geänderten, verbesserten Refinanzierungsbedin- gungen durch das neue »Pflegepersonalstärkungs- gesetz« sind seit vielen Wochen bekannt. Wir hatten bei der Begründung unserer Forderungen in der ers- ten Verhandlungsrunde am 11. Dezember vorigen Jahres bereits darauf hingewiesen. Uns jetzt zu erklären, man werde das »prüfen«, ist nicht gerade ein Beleg für die Bereitschaft der Arbeitgeber zu konstruktiven Verhandlungen.

Dabei geht es bei Tarifverhandlungen eben nicht »nur« um Geld. Es geht um die Anerkennung der großen Leistung der Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag mit großem Engagement und hohem Verantwortungsbewusstsein in den Kliniken für die Patientinnen und Patienten da sind. Ihre Arbeit ist es, die am Ende auch für den wirtschaftlichen Erfolg der Kliniken und damit der SRH entscheidend ist.

Es geht bei Tarifverhandlungen um die Wertschätzung der Beschäftigten und ihrer Arbeit – eine Wertschätzung, die wir bisher in diesen Verhandlungen bei der SRH vermissen!

Die Tarifkommission wird am 14. Februar 2019 den bisherigen Verhandlungsverlauf diskutieren und das weitere Vorgehen sowie notwendige Aktionen zur Durchsetzung unserer wesentlichen Forderungen beraten. Die Fortsetzung der Verhandlungen ist am 6. März 2019 vereinbart.

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