SRH

Erste Runde ohne Angebot

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Erste Runde ohne Angebot

Auch in diesem Jahr gibt es keine Weihnachtsgeschenke vom Arbeitgeber SRH…!

Erste Verhandlungsrunde am 11. Dezember 2018 - ver.di stellt Forderungen vor. Die Entgelttabelle und die Arbeitszeitregelungen des SRH-Kliniken-Tarifvertrages sind von uns zum Jahresende gekündigt, die Forderungen beschlossen und die Tarifverhandlungen haben am 11. Dezember 2018 begonnen.

Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich in den letzten Wochen auf Mitgliederversammlungen, an Infoständen, auf Betriebsversammlungen und vielen Gesprächsrunden in den Pausenräumen an der Diskussion unserer Forderungen zur Tarifrunde 2019 bei den SRH Kliniken beteiligt. Auf der Grundlage dieser Diskussionen hat die Tarifkommission am 5. Dezember 2018 unsere Forderungen beschlossen:

Wir fordern…

  • die Anhebung der Entgelttabelle und der Zulagen um 5,8%, mindestens um 150,- € monatlich ab dem 1. Januar 2019 bei einer Laufzeit von 12 Monaten;
  • die Streichung der Eingangsstufe für Berufsanfängerinnen & Berufsanfänger in der Entgelttabelle (Stufe 1);
  • die Zahlung einer monatlichen, dynamischen Zulage für die Zugehörigkeit zu einer SRH-Klinik oder deren Rechtsvorgängern von 50 € nach 10 Jahren, 100 € nach 15 Jahren, 150 € nach 20 Jahren, 200 € nach 25 Jahren und 250 € nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit;
  • die Angleichung der Arbeitszeit in allen SRH-Kliniken auf eine einheitliche Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden;
  • eine deutliche Reduzierung des Ausgleichszeitraum zum Erreichen der tariflichen Wochenarbeitszeit auf vier Wochen in der Pflege, was in der Praxis zu mehr Überstundenzuschlägen führen würde;
  • eine Vorteilsregelung für ver.di Mitglieder in Form von drei zusätzlichen freien Tagen pro Jahr.

Darüber hinaus sehen wir weiteren Veränderungsbedarf im SRH-Kliniken-Tarifvertrag, über den wir uns im Rahmen dieser Verhandlungen verständigen wollen:

  • Die Anhebung der Jahresprämie von heute 1.600 € auf 2.000 €.
  • Die Anhebung der Zulage für Praxisanleitung von heute 50 € auf 100 € monatlich.
  • Beauftragungen für Hygiene, Diabetes-Beratung, Pain-Nurse (bzw. Algesiologische Fachassistenz), Wundmanagement, Medizinprodukte- (Geräte-) Beauftragte und für Arbeitssicherheit sollen mit je 50 € monatlich honoriert werden.

Für die Auszubildenden und Schülerinnen und Schüler in den SRH-Kliniken fordern wir…

  • eine Anhebung der Ausbildungsentgelte auf das Niveau des TVöD ab dem 1. Januar 2019 zwischen 6,8 und 9,6 %, um so das Niveau des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD) zu erreichen;
  • eine Fahrtkostenerstattung für Fahrten zum Betrieb und zur Berufsschule;
  • eine Übernahmegarantie nach der Ausbildung auf unbefristete Vollzeitstellen, vorrangig im Ausbildungsbetrieb.

Darüber hinaus wollen wir eine tarifliche Bezahlung der Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) analog der für die Unikliniken in Baden-Württemberg vereinbarten Regelung erreichen. Danach erhalten sie 995 € mit Bachelor- und 1.316 € monatlich mit Masterabschluss, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und 30 Tage Urlaub.

Erste Verhandlungsrunde am 11. Dezember 2018 ohne Angebote

In der ersten Verhandlungsrunde haben wir die Forderungen vorgestellt und begründet.

Eine positive Weiterentwicklung der Entgelttabellen und der Zulagen bei der SRH ist angesichts des großen Fachkräftebedarfes dringend geboten, da der Tarifvertrag nur so wieder wettbewerbsfähig gegenüber anderen Tarifverträgen werden kann.

Mit der von uns geforderten Zulage nach Betriebszugehörigkeit soll parallel zu den Erfahrungsstufen der Entgelttabelle auch die langjährige Zugehörigkeit zu einer SRH Klinik oder deren Rechtsvorgängern honoriert werden.

Überfällig ist bald 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer die Arbeitszeitangleichung Ost an West. Dabei ist eine Vereinheitlichung der Arbeitszeit durch eine Verlängerung der Arbeitszeit für die Kliniken in Baden-Württemberg mit uns nicht verhandelbar.

In einer intensiven Diskussion wurde bereits deutlich, dass die Arbeitgeber insbesondere bei der Arbeitszeitverkürzung kein Entgegenkommen zeigen. Sie halten das für ein »falsches Signal«.

Auch die durch das neue »Pflegepersonalstärkungsgesetz« verbesserten Rahmenbedingungen für die Refinanzierung von Tarifsteigerungen zeigen noch keine Wirkung bei den SRH Arbeitgebern.

Wir haben deutlich gemacht, dass das große Engagement und die Leistung der Beschäftigten in den SRH Kliniken auch durch verbesserte Entgelte und bessere Arbeitsbedingungen honoriert werden muss.

Die Arbeitgeber sind jedoch auch in diesem Jahr nicht bereit angesichts des bevorstehenden Weihnachtsfestes Geschenke zu verteilen.

Wir werden unsere Forderungen daher auch in dieser Tarifrunde in schwierigen und kontroversen Verhandlungen durchsetzen müssen…. Und dafür brauchen wir Euch!

Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen bei der SRH dennoch ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2019.

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