Sana

Ein unseriöses Angebot

Sana

Ein unseriöses Angebot

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde keine Annäherung
Arbeitgeber wollen Beschäftigte in Ost und West gegeneinander ausspielen

Die Arbeitgeber haben uns einen Vorschlag zur Neuregelung der Arbeitszeit vorgelegt, den wir in dieser Form nicht ernst nehmen können und entschieden zurückweisen. Nach ihren Vorstellungen kann die Arbeitszeit im Osten nur unter einer Bedingung verkürzt werden. ver.di soll einem Modell zustimmen, nach dem ein Teil der Beschäftigten in allen Sana-Kliniken wählen kann, ob sie sich mit verlängerten Arbeitszeiten zusätzliche freie Tage erarbeiten wollen. Dieses Modell soll allerdings nur für die Vollzeitbeschäftigten der medizinischen Heil-, Fach- und Hilfsberufe gelten. Für Teilzeitbeschäftigte und alle Beschäftigten, die in den Bereichen Infrastruktur oder Wirtschaft arbeiten, soll diese Regelung nicht greifen.

Um dieses Modell und die Arbeitszeitverkürzung im Osten zu ermöglichen, sollen darüber hinaus die zusätzlichen freien Tage für ver.di Mitglieder entfallen.

Klar ist: Diese sind für uns nicht verhandelbar!

Im Westen wäre dieses flexible Arbeitszeitmodell für Sana zudem ein finanzielles Nullsummenspiel. Die Beschäftigten könnten sich mit längeren Wochenarbeitszeiten zusätzliche freie Tage erarbeiten. Das kann für viele Beschäftigte reizvoll sein. Es ist aber bereits heute im Rahmen der Dienstplangestaltung möglich. Das Perfide dabei: Sana würde es nichts kosten!

Damit wird deutlich: Die Arbeitgeber wollen die Belegschaften in den Kliniken in West und Ost gegeneinander ausspielen. Daher gab es auch keine Angebote zu Entgeltsteigerungen. Diese soll es erst geben, wenn es eine grundsätzliche Verständigung über das von ihnen vorgeschlagene Arbeitszeitmodell gibt.

Wir lassen uns jedoch nicht spalten! Jetzt muss die Antwort auf dieses Arbeitgeberverhalten aus den Kliniken kommen.

Bereits am 19. März 2019 haben sich zum Verhandlungsauftakt rund 200 Kolleg*innen im Sana-Klinikum in Berlin-Lichtenberg an einer kraftvollen Demonstration in der Mittagspause beteiligt. Auch zur zweiten Verhandlungsrunde haben am 10. April wieder über 200 Beschäftigte unsere Forderungen in ihrer Mittagspause bekräftigt.

In den nächsten Wochen vor der dritten Verhandlungsrunde am 23. Mai 2019 legen wir mit weiteren Aktionen in den Sana-Kliniken nach. Gleichzeitig beantragen wir nun Warnstreiks beim ver.di Bundesvorstand.

Beteiligt Euch an unseren Aktionen – Unterstützt unsere Forderungen! Wir müssen uns holen, was uns zusteht – Sana verteilt keine Geschenke!

  • 1 / 3

Weiterlesen