Sana

Schon lange überfällig

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Schon lange überfällig

Tarifverhandlungen Sana: ver.di fordert 7 Prozent mehr Entgelt und die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeiten auf 38,5 Stunden pro Woche

Pressemitteilung, Berlin, 18.03.2019. Vor Beginn der ersten Runde der Tarifverhandlungen mit der Sana Kliniken AG am Dienstag (19.3.) in Berlin bekräftigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Forderung nach deutlicher Entgeltsteigerung für die bundesweit rund 10.000 Beschäftigten in den 20 Kliniken, die vom Geltungsbereich des Sana-Konzerntarifvertrages erfasst sind. "Für ihre anspruchsvolle, engagierte und oft auch sehr belastende Arbeit haben die Beschäftigten bei Sana gute Bezahlung verdient", sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. "Neben einer kräftigen Lohnerhöhung für alle muss in dieser Tarifrunde auch die verbesserte gesetzliche Regelung zur Refinanzierung von Tarifsteigerungen für Pflegekräfte genutzt werden." Zudem sei die Angleichung der Arbeitszeit in Ostdeutschland auf Westniveau nach fast 30 Jahren deutscher Einheit überfällig.

Im Einzelnen fordert ver.di in dieser Tarifrunde eine Steigerung der Entgelte um 7 Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr pro Monat, ab dem 1. März 2019 bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. In den vom Tarifvertrag erfassten zehn Sana-Kliniken in den neuen Bundesländern soll die Wochenarbeitszeit von derzeit 39,5 Stunden auf die im Westen geltenden 38,5 Stunden verkürzt werden. Die Ausbildungsentgelte sollen, so die ver.di-Forderung, auf das Niveau des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD) angehoben werden. "Je nach Ausbildungsjahr bekommen Azubis in kommunalen Kliniken zwischen 14 und 16 Prozent mehr", so Bühler: "Wenn Sana für junge Menschen attraktiv bleiben will, muss der Konzern die Ausbildungsentgelte endlich anpassen."

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