Sana

Eine Frage der Gerechtigkeit

Sana

Eine Frage der Gerechtigkeit

Tarifkommission beschließt Forderungen zur Tarifrunde

Gutes Geld für gute Arbeit und endlich Arbeitszeitgerechtigkeit

Landauf, landab wird öffentlich diskutiert, dass die Arbeit in Krankenhäusern aufgewertet werden muss. Dabei sind die Beschäftigten im Gesundheitswesen sehr begehrt. In vielen Regionen können sich Beschäftigte aussuchen, in welcher Klinik sie morgen anfangen.

Darauf haben auch viele Arbeitgeber reagiert und mit uns die Tarifverträge deutlich verbessert. Vor diesem Hintergrund lief auch die Forderungsdiskussion zur Tarifrunde 2019 im Bereich des Konzerntarifvertrages der Sana-Kliniken, an der sich viele Kolleginnen und Kollegen beteiligt haben.

1. Eine deutliche Anhebung der Entgelttabelle und der Zulagen im Sana-Entgelttarifvertrag ist der wesentliche Schwerpunkt unserer Forderungen.
2. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Angleichung der Arbeitszeit in den neuen Bundesländern auf das Niveau im Westen. Eine längst schon überfällige Frage der Gerechtigkeit.

Am 23. Januar 2019 hat unsere Tarifkommission daher folgende Forderungen beschlossen:

  • Die Steigerung der Entgelte und Zulagen ab dem 1. März 2019 um 7%, mindestens um 200 Euro monatlich, Laufzeit 12 Monate.
  • Die Anhebung der Ausbildungsentgelte auf das Niveau des TVöD. Das entspricht einer Anhebung je nach Ausbildungsjahr zwischen 14 und 16%.
  • Bei der Ergebnisabhängigen Vergütung (EAV) soll die jeweils im November zu zahlende Garantie von heute 50 auf 75% einer Monatsvergütung angehoben werden.
  • Die Arbeitszeit in den neuen Bundesländern ist auf 38,5 Stunden zu verkürzen.
  • Für die beiden Reha-Kliniken kommen wieder die Akuttabellen und die Ergebnisabhängige Vergütung (EAV) zur Anwendung. Ohne einen Kompromiss in dieser Frage wird die Tarifkommission keinem Tarifergebnis zustimmen.
  • Für ver.di-Mitglieder soll es wieder eine Vorteilsregelung geben: Wir fordern drei freie Tage pro Jahr, auch für Auszubildende.

Darüber hinaus sind die verbesserten gesetzlichen Möglichkeiten der Refinanzierung von Tarifsteigerungen zu nutzen.

Die weiteren Themen, die auch Gegenstand der Diskussionen vor Ort gewesen sind, wie zum Beispiel eine bessere Bewertung von Bereitschaftsdiensten, höhere Eingruppierungen, die Anerkennung von Fachweiterbildungen oder die Anhebung der Leitungszulagen werden gleichfalls in die Verhandlungen eingebracht.

Mit diesen Forderungen wollen wir den Sana-Konzerntarifvertrag gegenüber anderen Tarifverträgen im Krankenhausbereich attraktiver gestalten. Daran muss auch Sana ein Interesse haben …

Die Tarifverhandlungen beginnen am 19. März und werden am 10. April und 23. Mai 2019 fortgesetzt.

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