Öffentlicher Dienst

Wir lassen nicht locker

Bund und Kommunen

Wir lassen nicht locker

Betrieblich-schulische Auszubildende fordern Vergütung
Menschen mit Transparent "Wir sind jung und brauchen das Geld" Mario Gembus/ver.di Tarifrunde bei Bund und Kommunen: Warnstreik in Nürnberg am 11. April 2018

#tarifdeluxe

Unter diesem Motto haben sich hunderte Auszubildende zu Medizinisch-Technischen Assistent/innen, Physiotherapeut/innen, Diätassistent/innen, Orthoptist/innen, Logopäd/innen und Ergotherapeut/innen an Aktionen und Warnstreiks beteiligt. Ihre Forderung: Endlich Schluss mit #unbezahlt. Denn all diese Auszubildenden bekommen bislang keine Vergütung. In den Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen im Frühjahr 2018 wurde diese Forderung aufgegriffen.

Ohne Druck...

... wäre es nicht möglich gewesen, bei der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) eine grundsätzliche Bereitschaft für eine tarifliche Regelung zu erreichen.

Schluss mit #unbezahlt haben wir fast erreicht. Im April ist dafür ein wichtiger Schritt erfolgt: ver.di hat mit den Arbeitgebern vereinbart, die betrieblich-schulischen Auszubildenden in den Tarifvertrag für Auszubildende in der Pflege im öffentlichen Dienst einzubeziehen. Im ersten Ausbildungsjahr würde das z.B. eine monatliche Vergütung von 1.090,69 Euro bedeuten. Derzeit fehlt jedoch noch die Einigung darüber, ab wann die Regelung gelten würde.

Schluss mit lustig.

ver.di hat seit April zwei Termine mit den Arbeitgebern vereinbart, um die Verhandlungen abzuschließen. Beide sind von den Arbeitgebern abgesagt worden. Als Grund geben sie an, die Verhandlungen zusammen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) führen zu wollen. Auch mit diesem Arbeitgeberverband TdL verhandelt ver.di für die unbezahlten Auszubildenden an Krankenhäusern. Obwohl kein sachlicher Zusammenhang besteht, hatte die TdL die Verhandlungen abgebrochen, weil ver.di an den Unikliniken Essen und Düsseldorf derzeit für mehr Personal und Entlastung kämpft. Lasst uns den kommunalen Arbeitgebern zeigen, wie ernst es uns ist mit der Vergütung. Je mehr Druck aus den Betrieben kommt, umso schneller bewegen sich die Arbeitgeber.

Auszubildende verhandeln mit.

Sobald die Gespräche starten, sind wir bereit. ver.di hat eigens eine Kommission aus Auszubildenden gegründet, die die Verhandlungen eng begleiten wird. Darin arbeiten Kolleginnen und Kollegen mit, die sich aktiv in die Tarifrunde im Frühjahr bei Aktionen und Warnstreiks eingebracht haben. 

junger Mann mit grüner Sonnenbrille hinter zwei Frauen mit grüner Sonnebrille Mario Gembus/ver.di Ferdinand Mehnert (Mitte) beim Azubi-Streik, April 2018 in Potsdam

"Die Azubis fühlen sich von den Arbeitgebern betrogen. Immerhin haben die sich mit ver.di geeinigt, den bisher unbezahlten Auszubildenden künftig eine Vergütung zu zahlen und jetzt verhandeln sie nicht zu Ende. Die Motivation der Auszubildenden war riesig im Frühjahr, doch jetzt macht sich Enttäuschung breit. Die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber darf kein Grund für uns sein, jetzt aufzugeben! Wir werden weiterhin zusammenhalten, denn uns steht die Vergütung zu." Ferdinand Mehnert (23) ist Medizinisch-Technischer Laboratoriumsassistent (MTLA) am Klinikum Frankfurt-Höchst und Mitglied der ver.di Verhandlungskommission.

#unbezahlt soll bald niemand mehr in der Ausbildung sein. Noch nie waren wir diesem Ziel näher. In den kommunalen Krankenhäusern kommt es nun auf dich an. Je besser wir organisiert sind, desto mehr können wir erreichen. Deshalb: Mach auch du mit!

www.mitgliedwerden.verdi.de

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