Öffentlicher Dienst

Wir machen mit

TröD 2020

Wir machen mit

Die Beschäftigten der Caritas bringen sich in die aktuelle Tarifrunde des öffentlichen Dienstes ein. Denn es geht auch um ihre Interessen. Seit dem 1. September verhandelt die Gewerkschaft ver.di mit Bund und Kommunen über Löhne und Arbeitsbedingungen von rund 2,3 Millionen Beschäftigten. Und wie immer wird das Tarifergebnis die Grundlage für die weitere Lohnentwicklung der fast 700.000 Beschäftigten der Caritas sein.

Caritas: Wir machen mit - Tarifrunde im öffentlichen Dienst ver.di Caritas: Wir machen mit - Tarifrunde im öffentlichen Dienst

Die Löhne und Arbeitsbedingungen bei der Caritas werden zwar nicht in Tarifverhandlungen, sondern in der Arbeitsrechtlichen Kommission festgesetzt. Dennoch spielt der im öffentlichen Dienst erkämpfte Tarifabschluss eine zentrale Rolle. Dieser setzt den Rahmen, der in Verhandlungen von der Arbeitsrechtlichen Kommission größtenteils nachvollzogen wird. Eine erfolgreiche Tarifrunde bei Bund und Kommunen ist daher auch für die Beschäftigten der Caritas entscheidend.

Schwierige Ausgangslage

Klatschen war gestern, scheint das Motto der kommunalen Arbeitgeber zu sein. Wurde eben den »systemrelevanten« Beschäftigten noch applaudiert, zeigen sich sie sich in der Tarifrunde nun knausrig. Sie wollen einen langfristigen Tarifvertrag ohne substanzielle Lohnerhöhung. Deshalb machen sich die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst stark und bereiten sich auf eine schwierige Tarifrunde vor. Mit coronagemäßen Aktionen. Und wenn es sein muss, sind auch Streiks nicht ausgeschlossen. Damit die anschließenden Verhandlungen bei der Caritas in den Arbeitsrechtlichen Kommissionen eine gute Grundlage haben, seid ihr als Caritas-Beschäftigte aufgerufen, euch gewerkschaftlich zu organisieren und mitzumischen. Denn wenn im öffentlichen Dienst verhandelt wird, geht es letztlich auch um eure Arbeitsbedingungen. Die Ausgangslage dieser Tarifauseinandersetzung ist schwierig. Die Branchen sind ganz unterschiedlich von der Corona-Krise betroffen. In dieser wirtschaftlichen Situation ist es falsch, »gegen die Krise anzusparen«. Höhere Einkommen bedeuten mehr Kaufkraft und eine Stützung der Konjunktur. Deshalb hat die ver.di-Bundestarifkommission – in der Kolleg*innen aus den Betrieben und Verwaltungen demokratisch entscheiden – eine Forderung von 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro monatlich mehr beschlossen. Zudem wollen wir Entlastung durch zusätzliche freie Tage und die Angleichung der Arbeitszeit Ost an West durchsetzen. Für das Gesundheitswesen und speziell die Pflege gibt es zudem einen eigenen Verhandlungstisch.

Caritas-Beschäftigte mischen mit

Für die Beschäftigten der Caritas wird nicht unmittelbar verhandelt. Wenn es hart auf hart kommt, kann deshalb hier nicht gestreikt werden. Aber ihr könnt die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst unterstützen – solidarisch und im eigenen Interesse.

Das könnt ihr tun:

  • Sprecht mit euren Kolleg*innen über die Forderungen und erklärt, warum ein guter Tarifabschluss auch für euch relevant ist.
  • Bringt euch in Debatten ein, warum die Daseinsvorsorge wichtig ist und gut bezahlt werden muss. Das Gesundheits- und Sozialwesen braucht gute Bedingungen.
  • Mit der Unterstützung der Tarifrunde im öffentlichen Dienst macht ihr euch selbst stark. Bringt euch ein mit Solidaritätserklärungen, postet Fotos und Unterstützungsbotschaften, malt Transparente und Plakate.
  • Um vor Covid-19 zu schützen, wird es keine Großkundgebungen geben. Sicher fällt euch ein, wie ihr als Caritas-Beschäftigte euch trotzdem zeigen könnt.
  • Macht mit bei ver.di, der starken Interessenvertretung für Beschäftigte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.

ver.di-Forderungen für die Tarifrunde im öffentlichen Dienst

  • 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich mehr, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten
  • 100 Euro monatlich mehr für Auszubildende, Praktikant*innen und Studierende
  • Einbeziehung der dual Studierenden in den Tarifvertrag

Zudem erwartet ver.di:

  • Einrichtung eines Verhandlungstisches für das Gesundheitswesen, insbesondere die Pflege, um den besonderen und spezifischen Bedingungen gerecht zu werden und um Restanten (Pausen bei Wechselschicht und Zuschlag bei Samstagsarbeit) zu behandeln.
  • Entlastung der Beschäftigten insbesondere durch zusätzliche freie Tage
  • Verkürzung der Wochenarbeitszeit in Ostdeutschland auf das West-Niveau
  • Verlängerung und Verbesserung der Regelungen zur Altersteilzeit
  • Verlängerung der Übernahmeregelung und Übernahme der Fahrtkosten für Auszubildende
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Kontakt

  • Mario Gembus

    Ein­rich­tun­­gen der Kir­chen, Dia­­ko­­nie und Ca­ri­tas

    030/6956-1049

Mitgliederberatung

In allen Fragen, die Ihre Mitgliedschaft, eine Rechtsauskunft oder Tarifverträge betreffen, wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Bezirk. Diesen finden sie hier.

Allgemeine Fragen oder Anmerkungen zu ver.di beantwortet "ver.di Direkt" unter: 0800 83 73 43 3. Die Kolleginnen und Kollegen sind Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr und an Samstagen von 9 bis 16 Uhr für Sie da.