Öffentlicher Dienst

Gemeinsam stark

TröD 2020

Gemeinsam stark

Auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Sie gehen damit weiter auf Konfrontation. Das geht uns alle an. Denn der Tarifabschluss ist für die weitere Lohnentwicklung auch der fast 700.000 Beschäftigten der Caritas entscheidend. Die Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission (ak.mas) hat sich den ver.di-Forderungen angeschlossen und demonstriert den Schulterschluss mit den Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst. Richtig so – nur gemeinsam sind wir stark!

Caritas: Gemeinsam stark in der Tarifrunde im öffentlichen Dienst ver.di Caritas: Gemeinsam stark in der Tarifrunde im öffentlichen Dienst

Systemrelevant und abgespeist?

Die Beschäftigten der Daseinsvorsorge, besonders aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, wurden in der Corona-Krise als »systemrelevant« gefeiert. Zu Recht, denn sie sind es, die auch in schwierigen Zeiten für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Hilfe sorgen. Doch eine angemessene Bezahlung wollen ihnen die Arbeitgeber offenbar verweigern. Sie haben die Gewerkschaftsforderungen als »völlig überzogen« zurückgewiesen. Das zeigt, wie weit sie von der Realität in den Betrieben entfernt sind. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen müssen sich die Bedingungen und die Bezahlung dringend verbessern, sonst werden sich nicht mehr genug engagierte und qualifizierte Menschen finden, die diese so wichtige Arbeit machen wollen.

Wir lassen uns nicht abspeisen – auch im Interesse der Menschen, die wir versorgen.
Deshalb hat ver.di neben den Forderungen für alle Beschäftigten folgende Forderungen bzw. Erwartungen für den Gesundheitsbereich eingebracht:

  • Pflegezulage in Höhe von 300 Euro
  • Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden wöchentlich
  • Bessere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst
  • Themen, die aus der letzten Tarifrunde 2018 noch offen sind, die sogenannten Restanten:
    - Bei Wechselschichtarbeit werden in den Besonderen Teilen Krankenhäuser und Pflege- und Betreuungseinrichtungen die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen in die Arbeitszeit eingerechnet.
    - Der Zuschlag für Samstagsarbeit im Besonderen Teil Krankenhäuser wird auf 20 Prozent angehoben.

VER.DI-FORDERUNGEN FÜR DIE TARIFRUNDE IM ÖFFENTLICHEN DIENST

  • 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich mehr, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten
  • 100 Euro monatlich mehr für Auszubildende, Praktikant*innen und Studierende
  • Einbeziehung der dual Studierenden in den Tarifvertrag

Zudem erwartet ver.di:

  • Entlastung der Beschäftigten insbesondere durch zusätzliche freie Tage
  • Verkürzung der Wochenarbeitszeit in Ostdeutschland auf das West-Niveau
  • Verlängerung und Verbesserung der Regelungen zur Altersteilzeit
  • Verlängerung der Übernahmeregelung und Übernahme der Fahrtkosten für Auszubildende
  • Verbesserungen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen
Thomas Rühl ist Sprecher der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbands. privat Thomas Rühl  – Thomas Rühl ist Sprecher der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbands.


»Als Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas haben wir uns schon immer am Tarifrecht des öffentlichen Dienstes orientiert. In dieser sehr schwierigen Tarifrunde suchen wir ganz klar den Schulterschluss mit ver.di und unseren Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst. Dass einzelne Berufsgruppen nun Corona-Prämien bekommen, ist schön und gut. Aber wir brauchen eine dauerhaft bessere Bezahlung im gesamten Sozial- und Gesundheitswesen. Dafür treten wir gemeinsam ein. Was wir bei der Caritas erreichen, hängt stark vom Tarifergebnis bei Bund und Kommunen ab. Deshalb rufe ich alle Beschäftigten der Caritas auf, sich solidarisch zu zeigen und ihre
Kolleg*innen im öffentlichen Dienst tatkräftig zu unterstützen.«

viele Portraits ver.di Fotopetition in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes 2020

FOTO-PETITION: MITMACHEN!

Auch Caritas-Beschäftigte können sich an einer Foto-Petition für die Tarifforderungen im öffentlichen Dienst beteiligen. Ladet unter unverzichtbar.verdi.de euer Foto hoch. Dann nur noch euren Betrieb eintragen und als Branche »Gesundheit – Pflege – Soziales« auswählen.
Beschäftigte der Caritas und des öffentlichen Dienstes zeigen Gesicht – für die Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge und bessere Bedingungen im Gesundheitsund Sozialwesen. Mach mit!

DAS KÖNNT IHR AUSSERDEM TUN:

  • Sprecht mit euren Kolleg*innen über die Forderungen und erklärt, warum ein guter Tarifabschluss auch für euch relevant ist.
  • Bringt euch in Debatten ein, warum die Daseinsvorsorge wichtig ist und gut bezahlt werden muss. Das Gesundheits- und Sozialwesen braucht gute Bedingungen.
  • Mit der Unterstützung der Tarifrunde im öffentlichen Dienst macht ihr euch selbst stark. Schickt Solidaritätserklärungen, postet Fotos und Unterstützungsbotschaften, malt Transparente und Plakate.
  • Um vor Covid-19 zu schützen, wird es keine Großkundgebungen geben. Sicher fällt euch ein, wie ihr als Caritas-Beschäftigte euch trotzdem zeigen könnt.
  • Macht mit bei ver.di, der starken Interessenvertretung für Beschäftigte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.
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Kontakt

  • Mario Gembus

    Ein­rich­tun­­gen der Kir­chen, Dia­­ko­­nie und Ca­ri­tas

    030/6956-1049

Mitgliederberatung

In allen Fragen, die Ihre Mitgliedschaft, eine Rechtsauskunft oder Tarifverträge betreffen, wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Bezirk. Diesen finden sie hier.

Allgemeine Fragen oder Anmerkungen zu ver.di beantwortet "ver.di Direkt" unter: 0800 83 73 43 3. Die Kolleginnen und Kollegen sind Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr und an Samstagen von 9 bis 16 Uhr für Sie da.