KfH

Kündigung der Tarifverträge beschlossen

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Kündigung der Tarifverträge beschlossen

Die ver.di Tarifkommission im KfH hat die Kündigung des Gehaltstarifvertrages, der Ausbildungsvergütungen und des Tarifvertrages zur variablen Vergütung zum Jahresende 2019 beschlossen. Damit sind die formalen Voraussetzungen für die Aufnahme der Tarifverhandlungen geschaffen.

Gleichfalls hat die Tarifkommission die folgenden Forderungen beschlossen:

  • Anhebung der Vergütungen um 8 Prozent, mindestens um einen Betrag von 200,- € monatlich ab dem 01. Januar 2020 bei einer von Laufzeit von 12 Monaten. Diese Vergütungssteigerungen sollen nur für ver.di-Mitglieder umgesetzt werden.
  • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100,- € in allen Ausbildungsjahren ab dem 01. Januar 2020 bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
  • Einführung eines Urlaubsgeldes von 1.500,- € nur für ver.di-Mitglieder, zahlbar im Mai jeden Jahres. Damit soll das bisherige Urlaubsgeld und die variable Vergütung abgelöst werden.
  • Einführung eines Urlaubsgeldes für Auszubildende von 250,- € nur für ver.di-Mitglieder, zahlbar im Mai.
     

In der anstehenden Tarifrunde setzt die Tarifkommission mit diesen Forderungen den Schwerpunkt auf eine deutliche Anhebung der Vergütungen im KfH-Tarifvertrag. Aktuell liegen die Vergütungen im KfH bis zu 10 Prozent unter denen des für Kliniken maßgeblichen Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD). Dabei wird die Arbeitsbelastung im KfH zunehmend größer – der Druck steigt. Eine sichere und zuverlässige Versorgung der Patient*innen ist nur noch durch das große Engagement und Verantwortungsbewusstsein der Kolleg*innen gewährleistet. Das muss auch mit einer angemessenen Vergütung honoriert werden.

Dabei sollen diese Forderungen ausdrücklich nur den ver.di-Mitgliedern zu Gute kommen. ver.di  verhandelt nach Satzung und den gesetzlichen Vorgaben des Tarifvertragsgesetzes nur für Mitglieder. Dieser Grundsatz muss sich im nächsten Tarifabschluss wiederfinden.

Darüber hinaus wollen wir das Thema Überstundenzuschläge für Teilzeitbeschäftigte in die Tarifverhandlungen einbringen. Wir wollen erreichen, dass Teilzeitbeschäftigte künftig ab der ersten Stunde über ihrer individuellen kalendermonatlichen Arbeitszeit Zuschläge erhalten. Mit einer entsprechenden Änderung im KfH-Manteltarifvertrag wollen wir die zu Gunsten der Teilzeitbeschäftigten veränderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes nutzen und langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen vermeiden.

Wir erwarten die Verhandlungsaufnahme Anfang des nächsten Jahres.