KfH

Vergütungssteigerung im Fokus

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Vergütungssteigerung im Fokus

Die Tarifkommission will sich in der Anfang 2020 anstehenden nächsten Tarifrunde mit dem KfH auf deutliche Vergütungssteigerungen für die ver.di-Mitglieder konzentrieren.

In den letzten Jahren haben wir die Tarifverhandlungen mit einem umfangreichen Katalog mit vielen Forderungen begonnen und versucht, möglichst viele Elemente dieses „Blumenstraußes“ an Forderungen im Tarifergebnis wieder zu finden. Dabei waren dann immer wieder Tarifforderungen nicht durchsetzbar oder konnten am Ende der Verhandlungen nur teilweise erreicht werden.

Diese Kompromisse gingen dann auch immer wieder zu Lasten der Vergütungssteigerungen. Damit konnte die Vergütungsentwicklung im KfH nur teilweise mit der insgesamt positiven Tarifentwicklung im Gesundheitswesen Schritt halten. Aktuell liegen die Vergütungen im KfH je nach Berufsgruppe zwischen 5 und 11 Prozent unter denen des in Krankenhäusern für uns maßgeblichen Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD).

Daher hat die Tarifkommission folgende Schwerpunkte für die Forderungsdiskussion beschlossen:

  • Anhebung der Vergütungstabellen um 8 Prozent ab dem 1. Januar 2020, Laufzeit von 12 Monaten, für alle ver.di-Mitglieder.
  • Ablösung der bisherigen „variablen Vergütung“ durch ein fixes Urlaubsgeld von 1.500 € nur für ver.di-Mitglieder.
  • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 € in allen Ausbildungsjahren ab dem 1. Januar 2020, Laufzeit 12 Monate.
  • Einführung eines Urlaubsgeldes für Auszubildende von 250 € nur für ver.di-Mitglieder.
  • Wenn wir unsere Forderung nach tariflichen Vergütungssteigerungen nur für ver.di-Mitglieder durchsetzen und vereinbaren, erübrigt sich dadurch die Forderung nach einer zusätzlichen ver.di Vorteilsregelung.

Die Vorgabe des Tarifvertragsgesetzes, nach der Tarifverträge nur für Gewerkschaftsmitglieder „unmittelbar und zwingend“ gelten, soll künftig auch im Geltungsbereich der KfH Tarifverträge aufgenommen werden. Der Text im Geltungsbereich soll dann lauten: „Dieser Tarifvertrag gilt für die Arbeitnehmer*innen des KfH, sofern sie Mitglied der Gewerkschaft ver.di sind“!

Wichtig für uns wird es auch, die veränderte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes   zugunsten von Teilzeitbeschäftigten bei den Zuschlägen für Überstunden im Manteltarifvertrag des KfH umzusetzen. Danach sollen Überstunden ab der ersten Stunde über der individuellen Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten nach den gleichen Vorgaben, wie sie auch für Vollzeitbeschäftigte gelten, zuschlagspflichtig werden.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Wochen sollen die Ausrichtung und die Forderungsschwerpunkte der kommenden Tarifrunde mit den Kolleg*innen im KfH diskutiert werden. Bei der nächsten Sitzung Anfang November 2019 wird die Tarifkommission die Forderungen sowie die Kündigung der Vergütungstabellen, der Ausbildungsvergütungen und gegebenenfalls des „Tarifvertrages Variable Vergütung“ zum 31. Dezember 2019 beschließen.

Mit dem Beginn der Tarifverhandlungen rechnen wir im Dezember 2019 oder Januar 2020.

 

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