Helios

Forderungen beschlossen

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Forderungen beschlossen

In der Corona-Pandemie kommt es ganz besonders auf die Beschäftigten der Krankenhäuser an.

Sie sind zum Teil extremen Belastungen ausgesetzt und haben gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung mehr als verdient.
Das gilt auch für die rund 25.000 Beschäftigten im Geltungsbereich des Helios-Konzerntarifvertrags. Doch von den Arbeitgebern gibt es nichts geschenkt. Es braucht Druck aus den Betrieben, dann können wir gemeinsam Verbesserungen durchsetzen.

Die Mitglieder der ver.di-Tarifkommission, die von den Gewerkschaftsmitgliedern in den betreffenden Helios-Kliniken gewählt wurden, hatten bei ihrer Sitzung am 1. Dezember keine leichte Entscheidung zu treffen. Die Erwartungen der Kolleginnen und Kollegen sind zum Teil sehr hoch – zu Recht. Doch der gewerkschaftliche Organisationsgrad ist vielerorts zu niedrig, die Bereitschaft, sich für die eigenen Belange zu engagieren, zu gering. Die Erfahrung zeigt: Um hohe Forderungen durchzusetzen, braucht es durchsetzungsstarke Belegschaften. Deshalb gilt es jetzt, alle Kolleginnen und Kollegen anzusprechen und für diese Auseinandersetzung zu gewinnen. Nur gemeinsam sind wir stark!

Die ver.di-Tarifkommission hat in dieser Situation nach intensiver Diskussion mit großer Mehrheit ambitionierte Tarifforderungen beschlossen:

  • Erhöhung der Entgelte um 5,5 Prozent mit einer sozialen Komponente, damit die unteren und mittleren Entgeltgruppen stärker angehoben werden
  • Anhebung der Ausbildungsentgelte um 70 Euro
  • Fortschreibung des Kinderbetreuungszuschusses
  • Laufzeit von zwölf Monaten

Zusätzlich erwarten wir vom Arbeitgeber:

  • Absenkung der Arbeitszeit in Ostdeutschland auf das Niveau im Tarifgebiet West. In den vergangenen 30 Jahren haben die ostdeutschen Helios-Beschäftigten insgesamt über ein ganzes Jahr mehr gearbeitet als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen – damit muss Schluss sein!
  • Pflegezulagen für alle Beschäftigten, die in die Pflegeentgelttabellen eingruppiert sind.
  • Da Schichten besonders belastend sind, in denen die Kolleg*innen mit noch weniger Personal arbeiten als im Dienstplan ausgewiesen ist, braucht es Regelungen zum Gesundheitsschutz. Für solche Fälle müssen die Beschäftigten durch einen zusätzlichen Freizeitausgleich entlastet werden.

Diese Forderungen sind nur durchsetzbar, wenn sich viele dafür engagieren.

So zum Beispiel in den Kliniken Krefeld, Wuppertal oder Schwelm, wo die Kolleg*innen ihre Kampfbereitschaft bereits durch viele Aktionen demonstriert haben. Insbesondere die hohe Arbeitsbelastung macht den Beschäftigten in den Helios-Kliniken zu schaffen.

Die vielen Hinweise darauf hat die ver.di-Tarifkommission aufgegriffen und die Forderung aufgestellt, dass Beschäftigte, die in unterbesetzten Schichten arbeiten müssen, einen Freizeitausgleich erhalten. Parallel streiten wir weiterhin auf politischer Ebene für bedarfsgerechte  Personalvorgaben. Gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Deutschen Pflegerat hat ver.di eine Personalbemessung für Krankenhauspflege entwickelt, die PPR.2.0 (mehr dazu unter https://tinyurl.com/verdi-PPR-24-11-2020). Die Bundesregierung ist gefordert, diese schnellstens auf den Weg zu bringen.

Die Tarifverhandlungen bei Helios beginnen am 19. Januar 2021.

Für den 20. Januar 2021 um 17 Uhr laden wir alle ver.di-Mitglieder zu einer Video-Konferenz ein, um zu berichten. Merkt euch den Termin schon mal vor.

Ihr habt mehr verdient, denn ihr seid unverzichtbar! Wir bereiten uns auf eine intensive Tarifrunde vor.

Macht euch gemeinsam stark:
https://mitgliedwerden.verdi.de

 

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