Helios

Tarifaktion bei Helios in Wuppertal

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Tarifaktion bei Helios in Wuppertal

Mit einer »Aktiven Mittagspause« machen Beschäftigte des Helios-Klinikums Wuppertal Druck für einen guten Tarifabschluss. Betrieblich-schulische Auszubildende fordern Bezahlung.

Beschäftigte des Helios-Klinikums Wuppertal verbrachten ihre Mittagspause am 18. Februar 2019 vor dem Betrieb. ver.di Beschäftigte des Helios-Klinikums Wuppertal verbrachten ihre Mittagspause am 18. Februar 2019 vor dem Betrieb.

Beschäftigte des Helios-Klinikums Wuppertal haben sich am 18. Februar 2019 mit einer »Aktiven Mittagspause« für ein gutes Tarifergebnis eingesetzt. ver.di hat für die deutschlandweit rund 18.000 Beschäftigten, die unter den Helios-Konzerntarifvertrag fallen, unbescheidene Forderungen aufgestellt: Für ihre anspruchsvollen Tätigkeiten sollen die Beschäftigten acht Prozent mehr Geld bekommen, Auszubildende 100 Euro monatlich mehr.

Zusätzlich soll die Entgelttabelle für Pflegekräfte um 300 Euro angehoben werden. Damit würden die Möglichkeiten des Pflegepersonalstärkungsgesetzes genutzt, das die vollständige Refinanzierung struktureller und linearer Tarifsteigerungen garantiert. Zum Auftakt der Tarifverhandlungen am 29. Januar 2019 hat Helios stattdessen angekündigt, Verbesserungen in der Pflege von einem separaten Pflegetarifvertrag abhängig zu machen. ver.di hat diesen Spaltungsversuch entschieden zurückgewiesen. Die Behauptung, etwas für die Pflege tun zu wollen, sei scheinheilig »Wenn es der Arbeitgeberseite wirklich um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege gehen würde, muss Helios bereit sein, diese auch im Konzerntarifvertrag zu regeln«, so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

Angehende Radiologieassistent*innen bei Helios Wuppertal fordern eine Vergütung. ver.di Angehende Radiologieassistent*innen bei Helios Wuppertal fordern eine Vergütung.

Beim Protest in Wuppertal spielte auch die Forderung nach Bezahlung betrieblich-schulischer Auszubildender eine Rolle. ver.di fordert, Medizinisch-Technische Assistent*innen, Physiotherapeut*innen, Diätassistent*innen, Orthoptist*innen, Logopäd*innen und Ergotherapeut*innen in den Helios-Tarifvertrag einzubeziehen. Für die rund 4.500 betrieblich-schulischen Auszubildenden in öffentlichen Krankenhäusern sowie im privat betriebenen Uniklinikum Gießen und Marburg hat ver.di die Tarifierung bereits erreicht.

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