Helios

Den Forderungen Nachdruck verleihen

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Den Forderungen Nachdruck verleihen

Arbeitgeber legt auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vor - ver.di-Tarifkommission beschließt Aktionen und Warnstreiks

Kolleg*innen des Helios Klinikums Krefeld unterstützen unsere Forderungen zahlreich bei einer Aktion. ver.di Kolleg*innen des Helios Klinikums Krefeld unterstützen unsere Forderungen zahlreich bei einer Aktion.

Zu keiner unserer Forderungen hat Helios in der zweiten Verhandlungsrunde am 20. Februar ein Angebot vorgelegt. Deshalb hat die Tarifkommission einstimmig beschlossen, zu Aktionen und Warnstreiks aufzurufen.

Wir wollen für alle Beschäftigten eine deutliche Einkommenssteigerung von 8 Prozent. Um mehr Menschen für die Pflege zu gewinnen und den Fachkräftebedarf zu decken, fordern wir zusätzlich 300 Euro auf die Pflegetabelle. Für alle Auszubildenden soll es 100 Euro mehr geben.

Helios hat sich mächtig ins Zeug gelegt, die Beschäftigten von der Idee zu überzeugen, die Pflege aus dem Konzerntarifvertrag herauszubrechen: Interviews mit der Verhandlungsführerin, eine Telefonkonferenz mit den Pflegedienstleitungen, Plakate. Ein außergewöhnlicher Aufwand.

Man sollte die Pflege nicht unterschätzen. Das Manöver des Arbeitgebers ist mehr als durchschaubar. Es soll mit einem eigenständigen Tarifvertrag offensichtlich der Eindruck erweckt werden, man tue etwas für die Pflege. Nur warum nach Abschluss der Tarifrunde? Dann sind wir wieder in der Friedenspflicht. Dann könnten wir in den Kliniken keinen Druck durch Streiks erzeugen, wenn es am Verhandlungstisch nicht vorangeht.

Viele gute Gründe, Pflegekräfte bei Helios besser zu bezahlen 

Helios hat ein Problem. Um Beschäftigte zu halten und neue Mitarbeiter zu gewinnen, muss Helios deutlich attraktivere Arbeitsbedingungen bieten, vor allem auch in der Pflege. Der Plan von Helios, die Pflege aus dem Konzerntarifvertrag herauszubrechen, ist ein Irrweg. Arbeiten im Gesundheitswesen ist Teamarbeit. Alle dringend erforderlichen Verbesserungen für die Pflege können in dem bestehenden Konzerntarifvertrag umgesetzt werden.

Jetzt gilt es, für unsere Forderungen zu kämpfen.

Darum: Mitglied werden und sich an den Aktionen und Warnstreiks beteiligen.



Pressemitteilung

Pressemitteilung, Berlin, 20.02.2019. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Klinikkonzern Helios ist in Berlin ohne Ergebnis beendet worden. Die Arbeitgeber hatten erneut kein Angebot für die deutschlandweit rund 18.000 unter den Konzerntarifvertrag fallenden Beschäftigten vorgelegt. "Wir fordern für alle Beschäftigten eine deutliche Einkommenssteigerung von 8 Prozent und für die Pflege zusätzlich 300 Euro auf die Pflegetabelle. Für die Auszubildenden soll es 100 Euro mehr geben", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

Um Beschäftigte zu halten und neue Mitarbeiter zu gewinnen, müsse Helios deutlich attraktivere Arbeitsbedingungen bieten, vor allem auch in der Pflege, so Bühler weiter. "Der Plan von Helios, die Pflege aus dem Konzerntarifvertrag herauszubrechen, ist ein Irrweg. Arbeiten im Gesundheitswesen ist Teamarbeit. Alle dringend erforderlichen Verbesserungen für die Pflege können in dem bestehenden Konzerntarifvertrag umgesetzt werden", stellte Bühler klar.

Die ver.di-Tarifkommission hat einstimmig beschlossen, die Helios-Beschäftigten zu Aktionen und Warnstreiks aufzurufen, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die nächste Runde der Tarifverhandlungen findet am 20. März in Berlin statt.