DRK

Jetzt die Forderung diskutieren

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Jetzt die Forderung diskutieren

Im DRK-Reformtarifvertrag stehen die Verhandlungen zu Entgelt und Zulagen an. Jetzt sind alle Mitglieder gefragt. Beteiligt euch an der Diskussion zur Forderungsaufstellung.
Wir sind systemrelevant - DRK Bremen ver.di Wir sind systemrelevant DRK Bremen

Die Entgelttabellen sowie die Zulagen sind zum 30. September 2020 kündbar und die Bundestarifkommission DRK beabsichtigt, sie zu diesem Termin auch fristgerecht zu kündigen. Wir rufen nun alle unter den DRK Reformtarifvertrag fallenden ver.di Mitglieder auf, Forderungen für die anstehenden Tarifverhandlungen zu diskutieren. Die Diskussionsergebnisse aus den Betrieben werden zusammengefasst und die Bezirke übermitteln diese bis zum 18. August 2020 an die Landesfachbereiche. Die Bundestarifkommission wird dann die Vorstellungen beraten und auf deren Grundlage die Forderungen beschließen, die dann der Arbeitgeberseite übermittelt werden. Um was geht es? Zu diskutieren sind vor allem Forderungen zur Erhöhung der Entgelte und bestehender Funktionszulagen bzw. neue Zulagen.

Daneben sollten wir aus Sicht der Bundestarifkommission auch die klare Erwartung formulieren, dass es bei bestehenden Manteltarifregelungen zu Verbesserungen kommt. In den Regionalkonferenzen und unserer bundesweiten Tarifkonferenz in Fulda im Dezember 2019 wurden Schwerpunkte zusammengetragen, die angegangen werden sollen:

  • 33 Tage Urlaub
  • 38,5 Std/Woche
  • Wegfall der Arbeitsbereitschaft
  • 35 % Nachtzuschlag
  • individuelle Wahlmöglichkeit zwischen Geld und Freizeit

DRK lehnt Tarifvertrag zu Kurzarbeit ab

Wir hatten die Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes (BTG) aufgefordert, mit uns einen Tarifvertrag zu Kurzarbeit zu schließen. Die BTG hat uns nunmehr mitgeteilt, dass sie dazu nicht bereit ist. Stattdessen soll mit den örtlichen Betriebsräten verhandelt werden. Das ist bedauerlich, denn so wird es keine einheitliche Regelung beim DRK geben. Wir werden dies auch nach der Krise nicht aus den Augen verlieren.

Prämie für systemrelevante Arbeit

ver.di hat das DRK aufgefordert, allen Beschäftigten eine Prämie in Höhe von 500 Euro monatlich auszuzahlen, unabhängig davon, ob sie an den Tarifvertrag gebunden sind oder nicht. Schließlich zeigt die Corona-Krise, dass alle Beschäftigten systemrelevante Arbeit leisten. Eine Antwort des DRK steht noch aus.
Wir bleiben dran und informieren über den weiteren Sachstand.

Nicht irgendwann, sondern jetzt!

Die Beschäftigten beim DRK arbeiten in einem System ohne Reserven. Bereits im Alltag kommen deshalb viele an ihre Grenzen und gefährden ihre Gesundheit. Das muss aufhören, dafür braucht es nachhaltige Lösungen. Applaus und schöne Worte tun in der Krise gut, doch sie verbessern nicht die Arbeitsbedingungen. Genau das ist es aber, was die Beschäftigten brauchen: Gute Arbeit!

Die Entgeltrunde 2020 wird ein Prüfstein für die Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit des Verhandlungspartners Deutsches Rotes Kreuz und für unsere Durchsetzungsstärke sein.

Wir haben uns viel vorgenommen, um die Arbeitsbedingungen beim DRK zu verbessern. Dass das alles keine Selbstläufer sind, zeigen uns die Reaktionen der Arbeitgeberseite:

  • Ein einheitlicher Tarifvertrag zur Altersteilzeit (Schluss mit 60): abgelehnt.
  • Einen Tarifvertrag zur Kurzarbeit, mit dem wir für alle Beschäftigten eine angemessene Aufstockung zum Kurzarbeitergeld regeln wollten: abgelehnt.
  • Zur Aufforderung allen Beschäftigten eine Prämie zu zahlen: Antwort steht aus.
  • Die Tarifverhandlungen zum Gesundheitsschutz sind aufgrund der Pandemie ausgesetzt. Hier hoffen wir auf baldige Fortsetzung.

Tariffragen sind Machtfragen – verschaffen wir uns Respekt!

Organisiert Euch – werdet Mitglied – gemeinsam sind wir stark!

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