DRK

DRK verkennt Ernst der Lage

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DRK verkennt Ernst der Lage

Die Verhandlungen am 18./19. November 2020 wurden ergebnislos beendet. Die Bundestarifgemeinschaft des DRK hat das Verhandlungsergebnis des öffentlichen Dienstes, leicht modifiziert, in verschiedenen Varianten angeboten. In keiner Weise wurde den rotkreuzspezifischen Bedingungen Rechnung getragen. Die ver.di-Tarifkommission bewertet dieses Angebot als unzureichend.

Tabelle mit Werten und Aussagen ver.di Verhandlungen zum DRK-Reformtarifvertrag: ver.di-Forderungen und Reaktion der Arbeitgeber im November 2020

Die Erwartungen an die Arbeitgeber richten sich ferner auf:

  • Erhöhung des Urlaubs auf 32 Tage für alle
  • Abschaffung Arbeitsbereitschaft – 38,5 Wo./Std im RD (keine unbezahlte Arbeitszeit)
  • Erhöhung Nachtzuschlag auf 35 Prozent, ab 20:00 Uhr, ab der ersten Stunde
  • Zulagenberechnung auf Basis des individuellen Stundenlohns
  • Zulagen für stationäre Dienste auch für ambulante Dienste
  • Wahlmöglichkeit Geld oder Freizeit
  • Verhandlungstisch Azubis (Ausbildungsqualität, Fahrtkosten u.w.)
  • Regelungen für die Teilzeitausbildung zum Notfallsanitäter

Hier haben sich die Arbeitgeber nur dahingehend bewegt, die Urlaubsregelung des öffentlichen Dienstes zu übernehmen und Bereitschaft signalisiert über die Ausgestaltung der Ausbildung im DRK verhandeln zu wollen. Die unbezahlte Arbeitszeit im Rettungsdienst und weitere notwendige Entlastungsthemen werden von ihnen ignoriert.

Eindeutig verkennen die Arbeitgeber den Ernst der Lage. Die COVID19-Pandemie hat alle bestehenden Mängel in den sozialen Berufsfeldern deutlich in den Fokus gestellt. Wir haben den Arbeitgeber bereits im April 2020 aufgefordert eine Coronaprämie zu zahlen. Darauf erfolgte keinerlei Reaktion.

Die Tarifkommission hat sich einstimmig dafür ausgesprochen in einem Verhandlungstermin am 25. November einen erneuten Einigungsversuch zu starten. Die klare Erwartung an den Arbeitgeber dazu ist, dass er sich bei den Entlastungsthemen für den Rettungsdienst und alle anderen Berufsfelder bewegen muss.

Nächster Verhandlungstermin: 25. November 2020

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