DRK

Der Mantel wird nicht gekündigt

DRK Reformtarifvertrag

Der Mantel wird nicht gekündigt

Tarifkommission beschließt, den Manteltarifvertrag zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu kündigen: Verhandlungen gehen weiter

Auf 16 Regionalkonferenzen, mit 320 aktiven Kolleg*innen, wurden ausführliche Diskussionen über das für und wider einer Kündigung des Manteltarifvertrages geführt. Viele Verbesserungsnotwendigkeiten des Tarifvertrages wurden gesammelt und dokumentiert. Regionale Verabredungen wurden getroffen. Alle Konferenzen haben übereinstimmend festgestellt, dass in den letzten beiden Verhandlungen zum Entgelt auch viele Mantelfragen bewegt werden konnten (Arbeitszeit, Urlaub, Nachtzuschlag). Nach weiteren Diskussionen vor Ort, waren die Rückmeldungen überwiegend zurückhaltend, einen so großen Schritt wie die Kündigung des Reformtarifvertrages zum jetzigen Zeitpunkt zu gehen. Die Tarifkommission hat die Ergebnisse der Regionalkonferenzen bewertet. Ergebnis war, dass die Tarifkommission derzeit keinen Auftrag der Mitglieder sieht, den Reformtarifvertrag DRK zum 31. Dezember 2019 zu kündigen.

Sachstand - Tarifpflegegespräche

  • In mehreren Gesprächen mit der Bundestarifgemeinschaft DRK wird der Reformtarifvertrag derzeit redaktionell überarbeitet (Auslegungsprobleme beheben, Gesetzesänderungen einpflegen, notwendige Aktualisierungen). Außerdem behandeln wir die Themen „regionale Besonderheiten“ um auf arbeitsmarktpolitische Verwerfungen, bezogen auf den Fachkräftemangel zu reagieren; „Entgeltumwandlung“ um hier eine für die Beschäftigten attraktive Lösung zu finden; „Tätigkeitsmerkmale allgemeiner Teil“ um wie in den Bereichen Pflege und Sozial- und Erziehungsdienst die Regelungen des TVöD zu übernehmen. Die nächsten Gespräche sind für November 2019 terminiert.
  • „Schluss mit 60!“: Seit über 10 Jahren in Rheinland-Pfalz/Saarland das Thema. Die Landestarifgemeinschaft DRK lehnte Verhandlungen ab. Nach Androhung von Streiks konnte ein Verhandlungsangebot auf Ebene der Bundestarifgemeinschaft (BTG) DRK erreicht werden.

Zwischenergebnis: Absichtserklärung der Tarifvertragsparteien – folgende tarifpolitischen Herausforderungen werden gemeinsam bearbeitet:

1.     Arbeiten im DRK bis zur gesetzlichen Regelaltersrente durch geeignete tarifliche Regelungen zum Gesundheitsschutz und zur Gesundheitsprävention ermöglichen.

2.     Soziale Absicherung im RTV-DRK für vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben aus gesundheitlichen oder ähnlichen Gründen.

  • Ganz wichtig: erste Regelungen sollen im Laufe des Kalenderjahres 2020 umgesetzt werden.

Wie geht es weiter?

Die Tarifkommission hat beschlossen, die Bundestarifgemeinschaft DRK aufzufordern, einen Tarifvertrag „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ zu verhandeln. Im nächsten Jahr geht es intensiv um gesunde Arbeitsbedingungen, für die wir zusammen eintreten und notfalls auch einen Arbeitskampf führen müssen. Es geht um alle Bereiche im DRK - Rettungsdienst, Pflege und Sozial- und Erziehungsdienst. Gute Arbeit braucht gute Bezahlung und gute Bedingungen. Die Arbeitgeber müssen sich bewegen, wenn sie qualifizierte und engagierte Fachkräfte behalten und gewinnen wollen und wir müssen ihnen auf die Sprünge helfen.

Am 17. Dezember 2019 werden sich Tarifkommission und für das DRK zuständige Gewerkschaftssekretär*innen mit den anstehenden Herausforderungen beim DRK auseinandersetzen.

Tariffragen sind Machtfragen – verschaffen wir uns Respekt! Jetzt Mitglied werden!

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