DRK

DRK: Die Mitglieder entscheiden

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DRK: Die Mitglieder entscheiden

Die ver.di-Mitglieder beim DRK sind gefragt: bis zum 15. Februar 2021 läuft die Mitgliederbefragung zum Schlichterspruch.

In der Tarifrunde beim Deutschen Roten Kreuz hat die Schlichtungskommission am 29. Januar 2021 eine einstimmige Empfehlung ausgesprochen. Die ver.di-Tarifkommission hat am 2. Februar einstimmig beschlossen, den Gewerkschaftsmitgliedern die Annahme des Schlichterspruches zu empfehlen. Nach Einschätzung der Tarifkommission hat ver.di in einer pandemiebedingt schwierigen Entgeltrunde ein respektables Ergebnis erzielt. Nach dem Abschluss können wir wieder in die Tarifverhandlungen zum Gesundheitsschutz einsteigen. Hier wollen wir für alle Berufsgruppen entscheidende Verbesserungen erzielen. So soll auch über die Forderungen nach Infektionsschutz- und Gefahrenzulagen sowie „Schluss mit 60“ ergebnisorientiert verhandelt werden.

Was bedeutet das für die kommenden Wochen?

  • In der 4. Online Tarifkonferenz am Donnerstag 4. Februar 2021 werden die ver.di-Mitglieder über die Schlichtungsempfehlung und die Mitgliederbefragung informiert.
  • Bis zum 15. Februar 2021 führen wir eine online Mitgliederbefragung durch.
  • Am 19. Februar 2021 wird die Tarifkommission auf Basis der Mitgliederbefragung den entsprechenden Beschluss fassen.
  • Wird die Schlichtungsempfehlung angenommen, gehen wir unverzüglich in die Redaktionsverhandlungen. Die Umsetzung des Tarifergebnisses muss dann umgehend erfolgen. Dazu gehören auch die Verhandlungen zum Gesundheitsschutz und die dann vereinbarten Verhandlungstische „Krankenhäuser“ und „Auszubildende“ sowie der „Runde Tisch – Arbeitszeitregelungen“. Dafür werden wir die Online-Konferenzen als bewährtes Mittel der Mitgliederbeteiligung weiter einsetzen.
  • Wird die Schlichtungsempfehlung abgelehnt, müssen wir uns auf unbefristete Arbeitskampfmaßnahmen einstellen, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Grundlage dafür ist nicht die Schlichtungsempfehlung, sondern wir beginnen neu.
  • Am 22. Februar 2021 um 13 Uhr werden wir dem Arbeitgeber die ver.di-Entscheidung mitteilen.

So kommst Du zur Mitgliederbefragung

Online

Um an der Mitgliederbefragung teilzunehmen, erhalten alle ver.di-Mitglieder per Mail einen Link. Wir haben den Link auch in Telegram: TarifrundeDRK eingestellt, damit auch die Mitglieder teilnehmen können, deren Mailadresse wir noch nicht haben. Oder aber du klickst einfach hier. Der Zugangscode für die Mitgliederbefragung ist deine Mitgliedsnummer.

Offline

Nur für den Fall, dass eure Mitgliedsnummer im Abstimmungstool nicht akzeptiert wird, ist es möglich auch offline abzustimmen, dazu ist jedoch die Angabe der Mitgliedsnummerunbedingt erforderlich. Mit dem Vordruck geht´s ganz einfach.

Du bist gefragt! Eine große Beteiligung unterstützt die Tarifkommission bei ihrer Entscheidung. Mach mit!

 

 

Die Schlichtungsempfehlung im Detail

Die Schlichtungsempfehlung im Detail

  • Entgeltsteigerung: zum 1. April 2021 um 1,5 Prozent, mindestens 50 Euro, und zum 1. April 2022 um weitere 1,9 Prozent
  • Auszubildende: Steigerung der Entgelte zum 1. April 2021 um 40 Euro und zum 1. April 2022 um weitere 40 Euro
  • Praktikant*innen in der Sozial- und Heilpädagogik erhalten zum 1. April 2021 und zum 1. April 2022 jeweils 25 Euro, weitere Praktikant*innen jeweils 40 Euro mehr.
  • Erzieher*innen in praxisintegrierter Ausbildung werden in den Geltungsbereich des Tarifvertrags aufgenommen.
  • Es wird einen „Tarifvertrag Corona-Sonderzahlung 2020“ geben, der folgende Zahlungen spätestens bis zum 30. Juni 2021 (in maximal zwei Raten) vorsieht: a) für die Entgeltgruppen 1 bis 9c (inklusive S 9 und P 9): 600 Euro, b) für die Entgeltgruppen 9b bis 12: 400 Euro; c) für die Entgeltgruppen 13 bis 15: 300 Euro; d) Auszubildende, Schüler*innen sowie Praktikant*innen: 225 Euro. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Zahlung in dem Umfang, der dem Anteil ihrer individuell vereinbarten durchschnittlichen Arbeitszeit an der regelmäßigen Arbeitszeit Vollzeitbeschäftigter entspricht.
  • Beschäftigte mit rotkreuzspezifischen Hilfstätigkeiten erhalten ab 1. Januar 2022 90 Prozent, ab 1. Januar 2023 95 Prozent und ab 1. Januar 2024 100 Prozent der EG 1 Stufe 2.
  • Laufzeit bis zum 31. März 2023
  • Notfallsanitäter*innen erhalten unter Anrechnung ihrer Tätigkeit als Rettungsassistent*innen eine monatliche Zulage: a) ab dem 3. Tätigkeitsjahr: ab 1. April 2021 75 Euro und ab 1. April 2024 150 Euro; b) ab dem 5. Tätigkeitsjahr: ab 1. April 2021 150 Euro und ab 1. April 2024 250 Euro; c) ab dem 7. Tätigkeitsjahr: ab 1. April 2021 200 Euro und ab 1. April 2024 400 Euro. Diese Zulagen sind erst zum 1. April 2027 wieder kündbar.
  • Die gekündigten Zulagen werden ab dem 1. April 2021 an den zukünftigen linearen Steigerungen teilnehmen, wenn hierzu in den jeweiligen Tarifverträgen keine Sonderregelungen getroffen werden. (Dynamisierung)
  • Erhöhung der Funktionszulage für Gruppenleitungen Kindertagesstätten und in Einrichtungen der Kinder-, Familien- oder Jugendhilfe, die drei weitere Mitarbeiter koordinieren und zusätzliche Aufgaben als Mentor in der Anleitung von Auszubildenden oder Anerkennungspraktikanten/-innen übernehmen auf 100 Euro und der Zulagen für Rettungswachenleiter*innen auf 140/210/240 Euro, jeweils ab 1. April 2021
  • Pflegezulage für examinierte Pflegekräfte ab P 7: ab 1. April 2021 90 Euro und ab 1. April 2022 150 Euro, Erhöhung der Intensivzulage auf 100 Euro
  • Erhöhung der Wechselschichtzulage ab 1. April 2021 auf 155 Euro
  • Ab 1. April 2021 wird der Nachtzuschlag– ab der ersten Stunde gezahlt.
  • ab 2021 30 Tage Urlaub für alle
  • Weitere Vereinbarungen: 2021 – „Runder Tisch“ zu Arbeitszeitregelungen
  • Unverzüglich: a) Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen „Gesundheitsschutz“ (auch Infektionsschutz-, Gefahrenzulage); b) Verhandlungstisch „Krankenhäuser"; c) Verhandlungstisch „Auszubildende“; d) Tarifpflege
  • Entgeltumwandlung, Vereinbarung zu Tarifverhandlungen bei finanzieller Notlage und zu künftigen Schlichtungsverfahren
  • Maßregelungsverbot: Jede Maßregelung von Beschäftigten aus Anlass oder im Zusammenhang mit der Tarifauseinandersetzung unterbleibt oder wird rückgängig gemacht, falls sie bereits erfolgt ist. Schadensersatzansprüche aus Anlass der Teilnahme an der Tarifauseinandersetzung entfallen.
  • Erklärungsfrist bis 22. Februar 2021

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