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Große Mehrheit für Schlichtungsergebnis

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Große Mehrheit für Schlichtungsergebnis

DRK Tarifrunde 2021 ver.di DRK TR 2021: Mitgliederbefragung Schlichterspruch

Mit großer Mehrheit haben die ver.di-Mitglieder beim Deutschen Roten Kreuz dem Schlichtungsergebnis (siehe Seite 2) zugestimmt. Die ver.di-Tarifkommission ist diesem Votum am 19. Februar bei einer Gegenstimme gefolgt. Die Arbeitgeber haben dem Schlichtungsergebnis ebenfalls zugestimmt. Somit ist der Schlichterspruch das Tarifergebnis, welches nun zügig umgesetzt werden muss.

Was bedeutet das für die nächsten Monate?

+ Redaktionsverhandlungen mit der Bundestarifgemeinschaft des DRK, anschließend ausführliche Information zum Tarifergebnis (mit Tabellen)

+ konkreter Zeit- und Umsetzungsplan für:

  • die Fortsetzung der Tarifverhandlungen zum Gesundheitsschutz
  • den „Runden Tisch“ zu Arbeitszeitregelungen
  • den Verhandlungstisch Krankenhäuser
  • den Verhandlungstisch Auszubildende

+ weiterhin Unterstützung durch kreative Aktionen

Ihr habt in dieser Tarifrunde deutlich gezeigt, dass solidarisches Handeln auch in einer Krise zum Erfolg führt. Nach den Tarifverhandlungen ist vor den Tarifverhandlungen. Es gibt keine Ruhe, sondern es geht direkt gemeinsam weiter. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist notwendiger denn je! Die Arbeitgeber wissen, dass sie mit euch zu rechnen haben. Wir wollen die besonderen Belastungen in den Arbeitsfeldern thematisieren und zu guten Lösungen kommen.

Dafür seid ihr der Garant.

Tariffragen sind Machtfragen!

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Die Schlichtungsempfehlung im Detail

Hier findet ihr Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schlichtungsempfehlung

Entgeltsteigerung: zum 1. April 2021 um 1,5 Prozent, mindestens 50 Euro, und zum 1. April 2022 um weitere 1,9 Prozent

Auszubildende: Steigerung der Entgelte zum 1. April 2021 um 40 Euro und zum 1. April 2022 um weitere 40 Euro

Praktikant*innen in der Sozial- und Heilpädagogik erhalten zum 1. April 2021 und zum 1. April 2022 jeweils 25 Euro, weitere Praktikant*innen jeweils 40 Euro mehr.

Erzieher*innen in praxisintegrierter Ausbildung werden in den Geltungsbereich des Tarifvertrags aufgenommen.

Es wird einen „Tarifvertrag Corona-Sonderzahlung 2020“ geben, der folgende Zahlungen spätestens bis zum 30. Juni 2021 (in maximal zwei Raten) vorsieht:

  • für die Entgeltgruppen 1 bis 9c (inklusive S 9 und P 9): 600 Euro
  • für die Entgeltgruppen 9b bis 12: 400 Euro
  • für die Entgeltgruppen 13 bis 15: 300 Euro
  • Auszubildende, Schüler*innen sowie Praktikant*innen: 225 Euro

Teilzeitbeschäftigte erhalten die Zahlung in dem Umfang, der dem Anteil ihrer individuell vereinbarten durchschnittlichen Arbeitszeit an der regelmäßigen Arbeitszeit Vollzeitbeschäftigter entspricht.

Beschäftigte mit rotkreuzspezifischen Hilfstätigkeiten erhalten ab 1. Januar 2022 90 Prozent, ab 1. Januar 2023 95 Prozent und ab 1. Januar 2024 100 Prozent der EG 1 Stufe 2.

Laufzeit bis zum 31. März 2023

Notfallsanitäter*innen erhalten unter Anrechnung ihrer Tätigkeit als Rettungsassistent*innen eine monatliche Zulage

  • ab dem 3. Tätigkeitsjahr: ab 1. April 2021 75 Euro und ab 1. April 2024 150 Euro
  • ab dem 5. Tätigkeitsjahr: ab 1. April 2021 150 Euro und ab 1. April 2024 250 Euro
  • ab dem 7. Tätigkeitsjahr: ab 1. April 2021 200 Euro und ab 1. April 2024 400 Euro
    diese Zulagen sind erst zum 1. April 2027 wieder kündbar.

Die gekündigten Zulagen werden ab dem 1. April 2021 an den zukünftigen linearen Steigerungen teilnehmen, wenn hierzu in den jeweiligen Tarifverträgen keine Sonderregelungen getroffen werden. (Dynamisierung).

Erhöhung der Funktionszulage für Gruppenleitungen Kindertagesstätten und in Einrichtungen der Kinder-, Fa-milien- oder Jugendhilfe, die drei weitere Mitarbeiter koordinieren und zusätzliche Aufgaben als Mentor in der Anleitung von Auszubildenden oder Anerkennungspraktikanten/-innen übernehmen auf 100 Euro und der Zu-lagen für Rettungswachenleiter*innen auf 140/210/240 Euro, jeweils ab 1. April 2021.

Pflegezulage für examinierte Pflegekräfte ab P 7: ab 1. April 2021 90 Euro und ab 1. April 2022 150 Euro, Er-höhung der Intensivzulage auf 100 Euro.

Erhöhung der Wechselschichtzulage ab 1. April 2021 auf 155 Euro.

Ab 1. April 2021 wird der Nachtzuschlag– ab der ersten Stunde gezahlt.

Ab 2021 30 Tage Urlaub für alle.

Weitere Vereinbarungen: 2021 – „Runder Tisch“ zu Arbeitszeitregelungen

Unverzüglich:

  • Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen „Gesundheitsschutz“ (auch Infektionsschutz-, Gefahrenzulage)
  • Verhandlungstisch „Krankenhäuser“
  • Verhandlungstisch „Auszubildende“
  • Tarifpflege

Entgeltumwandlung, Vereinbarung zu Tarifverhandlungen bei finanzieller Notlage und zu künftigen Schlichtungsverfahren.

Maßregelungsverbot: Jede Maßregelung von Beschäftigten aus Anlass oder im Zusammenhang mit der Tarifauseinandersetzung unterbleibt oder wird rückgängig ge-macht, falls sie bereits erfolgt ist. Schadensersatzansprü-che aus Anlass der Teilnahme an der Tarifauseinanderset-zung entfallen.

Erklärungsfrist bis 22. Februar 2021.

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