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»Feuer und Flamme für das DRK«

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»Feuer und Flamme für das DRK«

Vor Beginn der Schlichtung in den Tarifverhandlungen beim Deutschen Roten Kreuz machen Beschäftigte für ein verbessertes Angebot Druck. »Applaus allein zahlt keine Miete.«
Rettungskräfte mit Leuchtfeuer ver.di Leuchtfeuer für den Rettungsdienst Karlsruhe: DRK-Tarifrunde 2020

Im Vorfeld der von der Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) angerufenen Schlichtung demonstrieren Beschäftigte ihre Kampfbereitschaft. So veranstalteten Kolleg*innen am Samstag (5. Dezember 2020) unter dem Motto »Feuer und Flamme für das DRK, aber Applaus allein zahlt keine Miete« eine Leuchtfeueraktion vor der DRK-Rettungswache in Schifferstadt, südöstlich von Mannheim. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere durch Entlastung, sowie eine Erhöhung tariflicher Zulagen und Entgelte.

Beschäftigte mit Schildern, auf denen Forderungen an das DRK stehen ver.di Aktion beim DRK in der Pfalz vor der Schlichtung im Dezember 2020

Bereits in den vergangenen Wochen haben viele Rettungs- und Pflegekräfte in der Pfalz und anderswo mit aktiven Pausen und kreativen Aktionen gezeigt, dass sie tarifliche Verbesserungen erwarten. Doch in bislang drei Verhandlungsrunden haben ver.di und die Tarifgemeinschaft – die über Löhne und Arbeitsbedingungen von etwa einem Drittel der bundesweit rund 150.000 DRK-Beschäftigten verhandelt – keine Einigung erzielt. Insbesondere bei den Themen Entlastung und der Aufwertung des noch jungen Berufsbildes Notfallsanitäter*in liegen die Positionen noch weit auseinander. Statt weiter in regulären Verhandlungen nach einer Lösung zu suchen, hat die Arbeitgeberseite Ende November mitgeteilt, die Schlichtung anzurufen.

Dieses Vorgehen bedeutet, dass es für die Beschäftigten des DRK – anders als im öffentlichen Dienst und bei vielen anderen Arbeitgebern – aller Voraussicht nach keine steuer- und abgabenfreie Corona-Sonderzahlung geben wird. Das DRK hatte es abgelehnt, vorab einen Tarifvertrag zu vereinbaren, um die Auszahlung einer Prämie noch in diesem Jahr zu ermöglichen, und sich über die strittigen Punkte danach in weiteren Verhandlungsrunden zu verständigen. »Die Beschäftigten beim DRK, sei es in der Rettung, den Krankenhäusern, den Altenheimen, Behinderteneinrichtungen, Kitas, Blutspendediensten oder auch im Generalsekretariat haben sich eine Corona-Prämie in diesem Jahr mehr als verdient. Sie alle waren und sind aktuell in der Krise extrem gefordert«, erklärte Sylvia Bühler, die im ver.di-Bundesvorstand für das Gesundheits- und Sozialwesen zuständig ist. Mit den Aktionen machen die DRK-Kolleg*innen nun dafür Druck, dass der Arbeitgeber zumindest im Schlichtungsverfahren ein verbessertes Angebot vorlegt. Denn: »Helfen steht jedem gut – auch dem Arbeitgeber!«

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