Diakonie

Es werde Licht

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Es werde Licht

Aufruf zur Aktion bei der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) am 11. November in Würzburg
Laterne mit Aufschrift "Zeit für Menschen, Würde und Respekt" ver.di Es werde Licht! Laternen leuchten der EKD-Synode den Weg.

Es ist Zeit, dass die Arbeit der Beschäftigten in der Diakonie respektiert wird und in Würde stattfinden kann. Dafür fordern wir Tarifverträge, statt unverbindlicher Regelungen. Außerdem fordern wir eine wirksame betriebliche Mitbestimmung in den Einrichtungen. Für Beides können die Spitzen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 11. bis 14. November in Würzburg sorgen.

Wann und wo?

  • 11. November 2018, ab 09:00 Uhr, Ende ca. 12:00 Uhr
  • 09.00 Uhr: Wilhelm-Schwinn-Platz 1 vor der St. Stephan Kirche vor dem Eröffnungsgottesdienst
  • 09.30 Uhr: Start Demozug zum Maritim Hotel (Tagungsort der Synode)

Leuchten wir ihnen in Würzburg den Weg!

Dafür brauchen wir eure Laternen, bringt sie mit! Ab sofort könnt ihr Bastelsets mit unserem Motto zu je drei Laternen je Set (inkl. Anleitung) bei euren zuständigen ver.di-Gewerkschaftssekretär/innen kostenlos bestellen oder selbst kreativ werden und eigene gestalten. Das gilt natürlich auch für eure Transparente, Sprechblasen und andere Möglichkeiten, mit deren Hilfe ihr eure Botschaften den Entscheider/innen der Evangelischen Kirche mitbringen möchtet.

Ihr seid dabei? Toll!

Dann meldet euch so schnell wie möglich bei eurer/eurem zuständigen ver.di-Gewerkschaftssekretär/in, um die Anreise miteinander zu koordinieren. Eine Kontaktliste findet ihr unten.

Es wird am Morgen bereits hell sein, doch unsere Botschaft wird dennoch eindeutig sein: Es werde Licht in der Diakonie – her mit flächendeckenden Tarifverträgen und einer wirksamen Mitbestimmung in den Betrieben. Wir freuen uns auf eure zahlreiche Unterstützung und Beteiligung!

Portrait Mann ver.di Lothar Germer

„Ich fahre nach Würzburg, um den Synodalen klar zu machen, dass betriebliche Einigungsstellen und damit Mitbestimmung auf Augenhöhe die Voraussetzung für wertschätzenden Umgang mit den Beschäftigten sind.“ Lothar Germer, Mitglied der Bundeskonferenz der AGMAV+GA und der MAV der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort -Heimat für Heimatlose- GmbH

Portrait Frau ver.di Dany Wörn

„Ich fahre nach Würzburg, um zu zeigen, dass uns Mitarbeitenden in der Diakonie längst ein Licht aufgegangen ist. Wir müssen die Synodalen dafür gewinnen, dass ein Tarifvertrag der richtige Weg für gute und faire Arbeitsbedingungen ist.“ Dany Wörn, Heilerziehungspflegerin und stellvertretende MAV-Vorsitzende Diakonie Stetten

Schriftzug "Zeit für Menschen, Würde, Respekt" ver.di/werkzwei Zeit für Menschen.Würde.Respekt.

Augenhöhe statt Dienstherrschaft

Es liegt in der Hand der Synode, die Rechte von uns Beschäftigten in Diakonie und Kirche im Mitarbeitervertretungsgesetz (MVG) zu stärken und die Grundlage für verbindliche Regelungen unserer Arbeitsbedingungen zu schaffen. Es wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Augenhöhe zwischen mehr als 700.000 Beschäftigten und den Arbeitgebern.

Rechte von Beschäftigten stärken

Unsere Forderung ist die Einführung einer verbindlichen Einigungsstelle im Betrieb. Sie ist auch in weltlichen Wohlfahrtseinrichtungen der Standard, um strittige Themen zwischen Interessenvertretung der Beschäftigten und Arbeitgeber nachhaltig zu regeln. Zum Beispiel ist sie uns für eine verlässliche Dienstplanung besonders wichtig. Immerhin geht es um unsere Zeit für Familie und Erholung.

Doch der vorliegende Entwurf des MVG sieht keine Stärkung der Mitbestimmung von Mitarbeitervertretungen vor, sondern sogar ohne Not Verschlechterungen. Einigungsstellen sollen zwar verbindlich sein, doch erst in Einrichtungen ab einer Größe von mehr als 600 Beschäftigten. Eine Vielzahl Einrichtungen wie z.B. in der Altenhilfe, Kitas, auch viele Krankenhäuser wären damit außen vor. Das ist Willkür und stellt die große Mehrheit der diakonischen Einrichtungen deutlich schlechter.

Empörend ist zudem die geplante Änderung, dass die Mitarbeitervertretung keine Mitbestimmung mehr bei der täglichen Arbeitszeit haben soll, wenn so genannte „kurzfristige und nicht vorhersehbare Erfordernisse“ vorhanden sind. Diese Regelung gibt es bislang weder im MVG-EKD, noch im weltlichen Betriebsverfassungsgesetz. Respekt gegenüber uns Beschäftigten zeigt sich durch Verbesserungen, nicht Verschlechterungen.

Verbindliche Arbeitsbedingungen

Wir fordern verbindliche Regelungen unserer Löhne und Arbeitsbedingungen. Dafür wollen wir einen Tarifvertrag mit unserer Gewerkschaft ver.di und der Diakonie aushandeln. Auf das, was darin geregelt ist, können wir uns verlassen und berufen. Derzeit können die Arbeitgeber einseitig in unseren Arbeitsverträgen von den Richtlinien abweichen, die in den arbeitsrechtlichen Kommissionen der Diakonie verhandelt werden. Bislang musste noch kein Arbeitgeber deshalb Konsequenzen von Seiten der Diakonie befürchten. Diese Richtlinien gelten für uns Beschäftigte nur insoweit, wie auf sie ausdrücklich im Arbeitsvertrag Bezug genommen wird. Das Bundesarbeitsgericht hat das in 2018 gerade bestätigt. Wir möchten mit Würde arbeiten und das beginnt für uns bei der verbindlichen Regelung unserer Arbeitsbedingungen. Dies regeln Tarifverträge, die ver.di und die Diakonie aushandeln. Schluss mit Richtlinien, die die Arbeitgeber nicht einhalten müssen!

ver.di-Kontaktliste

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