drei.79

ver.di baut um

Ganz vorn

ver.di baut um

In dieser Form hast du die drei letztmalig zur Hand. Wir erscheinen zwar noch bis Mitte 2022, aber drei nennen wir uns ab dem neuen Jahr nicht mehr. Wir bauen aktuell unsere ver.di um. Wir wollen uns besser aufstellen. Handlungsfähiger. Lösungsorientierter. Kämpferischer. Und da schließen wir vom Fachbereich 03 mit dem kolossalen Namen »Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen« uns mit dem Fachbereich 05 mit dem ebenfalls langen Namen »Bildung, Wissenschaft und Forschung« zusammen und nennen uns nun: ver.di-Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft.

Das ist mit vielen Einzelfragen verbunden. Satzung, Richtlinien, Befugnisse. Alles muss rechtssicher bearbeitet werden. So was ist in der Regel nicht so spannend und höchstens für die Kolleg*innen in den Vorständen von Interesse. Von Belang für jedes Mitglied sind die Strukturen seiner Gewerkschaft dann aber doch. Schließlich geht es um die Verbesserung unserer Arbeits- und Lebensbedingungen. Wie erreichen wir das? Wie vergrößern wir unsere Macht, indem wir einheitlich handeln? Was betont das Gemeinsame? Wie entwickeln wir unsere ver.di, damit sie als Werkzeug für unsere Interessen dient?

Eine Organisation, lese ich bei Wikipedia, ist ein soziales oder soziotechnisches System, das bei der planmäßigen und zielorientierten Arbeit von Menschen entsteht und als Akteur mit anderen interagiert. Es geht um unser gemeinsames Ziel, welches wir planmäßig erreichen wollen. Uns, die wir in wichtigen Teilbereichen der Daseinsvorsorge arbeiten, ob nun Bildung oder Sorgearbeit, mangelt es nicht an gemeinsamen Problemen, die dringend angepackt werden müssen.

Wir haben nun eine neue Bundesregierung. Aber anzunehmen, dass im Gesundheitswesen und in der Pflege die Probleme jetzt angepackt werden, weil das die neuen Koalitionäre während der Corona-Pandemie ja endlich erkannt haben, wäre doch sehr gewagt und blauäugig. Weder die Regierung noch die Chefs werden uns etwas schenken. Wir müssen uns besser aufstellen, wenn wir etwas erreichen wollen. Das ist der Sinn unseres Umbaus. Ob wir dies nutzen, um effektiver unsere Anliegen zu vertreten, liegt an uns. Denn ver.di ist nur ein Werkzeug. Es kommt darauf an, was wir daraus machen, meint optimistisch euer

Michael Quetting

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