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radikal SOZIAL

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Gesundheit Soziale Dienste Wohlfahrt und Kirchen (ver.di), drei.77, COVID-19, Sylvia Bühler, Bundestagswahl 2021, Kay Herschelmann Sylvia Bühler ist Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und leitet den Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

Große Krisen sind Momente, in denen sich die weitere Entwicklung von Gesellschaften entscheidet. Zweifellos ist die Corona-Pandemie eine solche Krise. Welche Schlussfolgerungen wir aus ihr ziehen, wird unser Zusammenleben auf Jahre hinaus prägen. Eine wichtige Richtungsentscheidung darüber treffen wir bei der Bundestagswahl im September. Es geht um viel. Deshalb mischt ver.di im Wahlkampf mit unseren Themenwochen »ver.di wählt« kräftig mit.

Die Antworten auf das »Wie weiter?« fallen ganz unterschiedlich aus. Die einen setzen auf viel Markt und wenig Staat. Andere ziehen in die entgegengesetzte Richtung: mehr Solidarität und Zusammenhalt statt ungezügelte Marktkräfte.

Die Pandemie hat allen vor Augen geführt, wie wichtig eine funktionierende öffentliche Daseinsvorsorge ist. Der Staat ist aktiver Gestalter und Kümmerer. Der dafür sorgen soll, dass niemand zurückbleibt, dass Kinder, pflege- und hilfsbedürftige Menschen unterstützt werden, dass allen Bildung, Qualifikation und ein gutes Auskommen ermöglicht wird. Für all diese Ziele ist eine bedarfsgerechte und solidarische Finanzierung unseres Gemeinwesens elementar. Gemeinsam bewältigen wir die Krise am besten. Es gilt daher, jene zurückzudrängen, deren politisches Geschäft die Spaltung und rassistische Hetze sind. Unsere Antwort heißt Solidarität. Gemeinsam streiten wir für ein gutes Leben. Dafür steht ver.di.

Im Gesundheits- und Sozialwesen sind grundlegende Verbesserungen nötig. Das Drehen kleiner Schräubchen reicht nicht. Es braucht einen großen Wurf. Finanzierung und Personalausstattung müssen sich nach dem tatsächlichen Versorgungsbedarf richten und verbindlich geregelt sein. Wir brauchen flächendeckend gute Tarifverträge, die nicht unterlaufen werden dürfen. Die Bedürfnisse von Patient*innen, hilfsbedürftigen Menschen und Beschäftigten müssen im Vordergrund stehen – nicht Profitinteressen. Kurzum: radikal SOZIAL. Wir haben die Wahl.

Sylvia Bühler ist Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und leitet den Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen.

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