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Befragung zeigt Handlungsbedarf

Versorgungsbarometer

Befragung zeigt Handlungsbedarf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen etliche Versprechungen gemacht. Doch im beruflichen Alltag ist von Verbesserungen nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der Druck nimmt weiter zu. Das zeigen die Ergebnisse des »Versorgungsbarometers«, bei dem fast 12.000 Beschäftigte über ihre Arbeitssituation und die Bedingungen für eine gute Versorgung Auskunft gegeben haben. Hier zeigen wir auf, welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden müssen.

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Psychiatrie: Personalbedarf voll finanzieren

Die seit Jahresbeginn geltende Neufassung der Richtlinie »Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik« (PPP-RL) stellt noch keine vollständige Personalbemessung dar und muss 2022 und 2023 nur zu 90 Prozent erfüllt werden, um Sanktionen zu vermeiden. Wenn in psychiatrischen Einrichtungen Personal fehlt, sind Gewalt gegen Beschäftigte und Zwangsmaßnahmen gegenüber Patient*innen schlechter vermeidbar. Die PPP-RL muss daher als erster Schritt zu 100 Prozent verpflichtend eingehalten, zu einer echten Personalbemessung ausgebaut und entsprechend finanziert werden!

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Krankenhaus: PPR 2.0 sofort umsetzen

Bereits im Januar 2020 haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und ver.di gemeinsam ein Instrument für eine bedarfsgerechte Personalbemessung in der Krankenhauspflege vorgelegt – die PPR 2.0. Diese muss sofort als Zwischenlösung in Kraft gesetzt werden. Doch Spahn spielt stattdessen auf Zeit. Schluss damit!

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Altenpflege: Bedarfsgerechte Personalvorgaben

Zu wenige Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen bedeutet eine geringere Lebensqualität für Bewohnerinnen und Bewohner. Menschliche Zuwendung und oft selbst die Grundpflege bleiben auf der Strecke. Deshalb braucht es in der Altenpflege verbindliche und bundesweit einheitliche Personalvorgaben, die dem wirklichen Bedarf entsprechen. Die dafür nötigen Fachkräfte können nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen gewonnen und gehalten werden – und mit einer flächendeckend guten Entlohnung. Deshalb muss allen Einrichtungen eine Bezahlung vorgeschrieben werden, die sich an in der Branche relevanten Flächentarifverträgen orientiert, wie des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst. Damit die nötigen Kostensteigerungen nicht den pflegebedürftigen Menschen aufgebürdet werden, müssen die pflegebedingten Eigenanteile vom ersten Tag an gedeckelt und perspektivisch auf null gesenkt werden.

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Servicekräfte: Ein Betrieb – eine Belegschaft

Kliniken und Pflegeeinrichtungen haben nahezu überall Tätigkeiten in Tochtergesellschaften ausgegliedert oder an Fremdfirmen vergeben. Ihr Ziel ist die Senkung der Lohnkosten. Das geht nicht nur zulasten der Beschäftigten, sondern schadet auch der Versorgungsqualität – zum Beispiel, wenn Reinigungskräfte nicht für angemessene Hygiene sorgen können, weil sie zu viele Räume in zu kurzer Zeit reinigen müssen. Deshalb: Schluss mit Outsourcing – Rückführung ausgegliederter Beschäftigter und Tätigkeiten ins Unternehmen, unter voller Anwendung der dort geltenden Tarifverträge!

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Mehr und bessere Ausbildung

Um den wachsenden Bedarf an Fachkräften zu decken, sind zusätzliche Ausbildungsplätze sowie gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen nötig. In der Pflege bleibt etwa jede*r vierte Auszubildende ohne Abschluss. Bessere Bedingungen könnten die Erfolgsquote erhöhen und dafür sorgen, dass Beschäftigte dauerhaft im Beruf bleiben. Zudem sollten kostenfreie Ausbildung und angemessene Vergütung in allen Berufen des Gesundheitswesens selbstverständlich sein.

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