drei.68

Die wilden 13

Entlastung

Die wilden 13

Kliniken mit Entlastungs-Verträgen pochen auf deren Umsetzung

Kliniken mit Entlastungs-Verträgen pochen auf deren Umsetzung.

Anfang Februar trafen sich in Kassel Vertreter*innen der 13 Krankenhäuser, in denen ver.di Vereinbarungen zur Entlastung durchgesetzt hat. Vernetzung und Beratung waren angesagt. Mit dabei Bundesfachbereichsleiterin Sylvia Bühler, die sich für die wichtigen Erfahrungen interessierte. 

Für eine Reihe von Kliniken wurden Instrumente zur Personalbedarfsermittlung wie PPR oder Inpuls eingeführt. Wird eine Regelbesetzung nicht eingehalten, gibt es Konsequenzen. Erstmalig in Deutschland wurde in Homburg und Augsburg ein individuell einklagbarer Belastungsausgleich geschaffen: Nach sieben bzw. acht Belastungstagen gibt es einen bezahlten freien Tag. Flankiert und ermöglicht werden diese Regelungen durch die Zusage neuer Stellen. Allein für das Klinikum Region Hannover wurden »mindestens 200 Vollkraftstellen zusätzlich für den Pflegedienst« vereinbart.

Leider führt eine Einigung auf dem Papier nicht automatisch zu Entlastung. »Die Umsetzung und das Wirksamwerden eines solchen Abschlusses braucht genauso die aktive Beteiligung aller Beschäftigten wie der Kampf für den Abschluss selbst«, betonte die Krankenpflegerin Sabine Stein aus Homburg. Die Klinikbetreiber seien gut beraten, die Mängel bis zu einer geplanten Aktivenkonferenz im Sommer abzustellen, bekanntlich haben die Verträge sehr kurze Kündigungsfristen. Auch wird erwartet, dass weitere Kliniken solche Vereinbarungen treffen.

Text: Michael Quetting

 

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