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Rassistisch und neoliberal

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Rassistisch und neoliberal

Buchtitel Unrast, Münster 2018 Buchtipp: Die AfD und die Soziale Frage

Die AfD ist nicht nur rassistisch, sondern auch neoliberal und gewerkschaftsfeindlich. Das weist Stefan Dietl in seinem Buch »Die AfD und die soziale Frage« nach, das nun in dritter, erweiterter Auflage erschienen ist. Er charakterisiert die AfD darin als Partei der »gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit«: Ihre Politik richtet sich nicht nur gegen Menschen anderer Herkunft, sondern auch gegen sozial Schwache und prekär Beschäftigte. 

Detailliert belegt Dietl – der sich ehrenamtlich im Landesvorstand von ver.di Bayern engagiert –, dass marktradikale Vorstellungen die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Partei prägen. Zwar gewinnt der völkisch-nationalistische Flügel an Gewicht, der sich teilweise an sozialer oder gar antikapitalistischer Rhetorik versucht. Dennoch bleibe »die Ausgrenzung und Abwertung sozial Benachteiligter bei gleichzeitiger Förderung der Eliten der Wesenskern der AfD-Programmatik.«

Den Gewerkschaften empfiehlt Dietl unter anderem, über die »verheerenden Auswirkungen« der AfD-Positionen auf Beschäftigtenrechte aufzuklären und deutlich zu machen, »dass Ausgrenzung und Diskriminierung in einer gemeinsamen, auf dem Solidarprinzip basierenden Interessenvertretung der Lohnabhängigen keinen Platz haben«. Das Buch bietet viele Informationen, mit denen eine solche Aufklärung betrieben werden kann.

Stefan Dietl: Die AfD und die soziale Frage. Zwischen Marktradikalismus und »völkischem Antikapitalismus«. Unrast, Münster 2018. 176 Seiten, 14 Euro, ISBN: 978-3-89771-262-1

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