drei.62

Überstunden

Betriebsratsecke

Überstunden

Von überraschenden Überstunden erfahren Betriebsräte oft erst, nachdem sie abgefordert und geleistet wurden. Doch viele Kolleg/innen klagen darüber, dass sie eine ganze Bugwelle aus »Plusstunden« vor sich herschieben. Die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes werten nicht ausgeglichene Vorarbeit als im Dienstplan vorgesehene Überstunden. Dagegen ist ein Kraut gewachsen: Mitbestimmung! Der Arbeitszeitausschuss schreibt:

»Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie legen uns Ihre Schichtpläne zur Mitbestimmung vor. Wir erkennen, dass manchmal bereits in diesen Plänen Überplanung angelegt ist. Dabei handelt es sich um Überstunden oder – bei Kolleginnen und Kollegen in Teilzeit – um Mehrarbeit. Die Verpflichtung zu deren Leistung bindet unser Tarifvertrag an einen engen Rahmen. Diesen wollen wir mit Ihnen zusammen von nun an intensiver beachten.

Wir richten dabei unseren Augenmerk auf Fälle, in denen Sie mehr Arbeitsstunden einplanen, als Sie vertraglich regelmäßig im Wochendurchschnitt dieses Turnus’ vereinbart haben (Plus). Bitte teilen Sie uns dazu – begleitend zur Planvorlage – jeweils deren Begründung mit, also die Notwendigkeit, die unbedingt erforderliche Angelegenheit, die Sie zu diesem Schritt bewegt. Bitte ergänzen Sie dabei auch die Gründe, die in Ihren Augen der gleichmäßigen Verteilung der Belastung auf das gesamte Team möglicherweise entgegenstehen.

Bereits heute möchten wir klarstellen: Tarifwidrige Gewohnheiten bei der Planung, einzelvertragliche Bindungen oder die Unterplanung anderer Kolleginnen und Kollegen begründen keine betriebliche Notwendigkeit.

Mit freundlichen Grüßen …«

-tob

www.schichtplanfibel.de

 

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