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Lichtbad in der Oberklink, 1928

Unvergessen

Lichtbad in der Oberklink, 1928

Lichtbad in der Oberklink, Potsdam, um 1928 Oberlinhaus Lichtbad in der Oberklink, Potsdam, um 1928

Lichtbad in der Oberklink, Potsdam, um 1928. Ende des 19. Jahrhunderts revolutionierte das elektrische Licht den Alltag. Die Nacht wurde taghell und Wunder schienen möglich. John Harvey Kellogg dachte sich – neben den Cornflakes – gegen 1891 das elektrische Lichtbad aus. Baden in Licht, schrieb er im Jahre 1910, habe Englands König Edwards Gicht geheilt. Es helfe Typhuskranken, Rekonvaleszenten nach Scharlach, Diabetikern, gegen Fettleibigkeit, Skorbut, chronische Gastritis, Hyperpepsia und Verstopfung. Der Glaube an das Kunstlicht hielt sich ein paar Jahrzehnte. »Schließlich dürfen wir nicht vergessen, dass dem farbigen Licht auch psychische Werte, oder wie Goethe das ausdrückte, eine sinnlich-sittliche Wirkung innewohnt« (Physikalische Therapie: Kowarschik1957, Seite 47).    -tob