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Teilzeitkräfte nur anteilig belasten

Teilzeitkräfte nur anteilig belasten

Wer Teilzeit vereinbart, hat meist gute Gründe. Darf die Interessenvertretung wegschauen, wenn solche Kolleginnen  besonders oft an Wochenenden und Feiertagen eingeplant werden?

»Das gesetzliche Benachteiligungsverbot erfasst alle Arbeitsbedingungen. Das gilt insbesondere auch für die Möglichkeit der Freizeitgestaltung an Wochenenden, weil die zusammenhängende Freizeit an den Wochentagen Samstag/Sonntag ganz allgemein als erstrebenswert und vorteilhaft angesehen wird (…). Die Beklagte setzt die Klägerin an jeweils zwei Wochenendtagen im Monat mit derselben Stundenzahl ein wie Vollzeitbeschäftigte. Bezogen auf ihre Gesamtarbeitszeit bedeutet dies eine deutlich überproportionale Heranziehung der Teilzeitbeschäftigten an Wochenenden. Der Vergleich mit den Vollzeitbeschäftigten ist der entscheidende Vergleichsmaßstab« (LAG Berlin-Brandenburg, 20.08.2015 - 26 Sa 2340/14).

Die Interessenvertretung wird aktiv. Sie greift sich die Schichtpläne aus dem Vorjahr, um zu schauen, was in 2016 anders werden muss. Sie vergleicht dabei die Belastung der einzelnen Kolleginnen entsprechend ihrer individuell vereinbarten Arbeitszeit (ivrAZ):

Beispielrechnung werkzwei/ver.di Beispielrechnung 1

 

Am Beispiel einer Kollegin mit 20 Stunden Teilzeit wird die Dramatik deutlich:

Beispielrechnung werkzwei/ver.di Beispielrechnung 2

 

- tob

 

Rund um die Arbeitszeit

Aufgebaut als »Karteikasten« finden insbesondere Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen unter Schichtplan-fibel.de Tipps rund um die zerstöre-rische Wirkung der Schichtpläne.

www.schichtplanfibel.de