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Frisch eingruppiert: Praxisanleiter/in

Frisch eingruppiert: Praxisanleiter/in

Ab 2017 gruppiert der TVöD endlich auch diejenigen besonders ein, die sich um die praktische Ausbildung in der Pflege kümmern. Im Anhang 3 (Krankenhäuser) oder im Anhang 4 (Pflege und Betreuungseinrichtungen) der Entgeltordnung finden wir unter »I. Beschäftigte in der Pflege« ihre Zuordnung zur Entgeltgruppe P 8. Deren Fallgruppe 2 beschreibt kurz: »Praxisanleiterinnen/Praxisanleiter in der Pflege mit berufspädagogischer Zusatzqualifikation nach bundesrechtlicher Regelung.«

Voraussetzungen sind daher:

  • zweijährige pflegerische Berufserfahrung sowie
  • im Krankenhaus berufspädagogische Zusatzqualifikation über 200 Stunden (KrPflAPrV)
  • in der Altenpflege »in der Regel« Nachweis durch eine berufspädagogische Fortbildung oder Weiterbildung (AltPflAPrV)

Oft zahlen Arbeitgeber bereits das höhere Tabellenentgelt. Solche Zulagen wurden ausdrücklich widerruflich in einer Nebenabrede vereinbart. Die Höhergruppierung sichert zukünftig den Anspruch. Dies erschwert verschlechternde Versetzungen. Auch im OP oder in der Intensivabteilung werden Auszubildende praktisch angeleitet. Dort sind die Pflegerinnen und Pfleger bereits durch ihre besondere Tätigkeit mindestens der EG P 8 zugeordnet. Sie handeln weiterhin einzelvertragliche Zulagen aus.    

-tob