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Angebot nicht annehmbar

Internationaler Bund

Angebot nicht annehmbar

Tarifverhandlungen beim Internationalen Bund (IB) abgebrochen - ver.di fordert kompromissfähiges Angebot der Arbeitgeber

Pressemitteilung, Berlin, 21.02.2020. Die vierte Runde der Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 11.000 Tarifbeschäftigten des Internationalen Bundes (IB) ist am Donnerstag (20. Februar) von der Tarifkommission nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon abgebrochen worden. "Trotz großer Einigungsbereitschaft unsererseits war das Angebot der Arbeitgeber nicht annehmbar, weil dessen Umsetzung für einen Teil der Kolleginnen und Kollegen sogar Einkommenseinbußen bedeuten würde", kritisierte Sylvia Bühler, Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). ver.di sei jederzeit bereit, die Tarifverhandlungen wieder aufzunehmen. Nötig sei dafür ein klares Signal der Arbeitgeber, ein neues, kompromissfähiges Angebot vorzulegen. Alle Beschäftigtengruppen müssten von Tariferhöhungen profitieren.

Der IB ist mit rund 900 Einrichtungen einer der großen Dienstleister in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. "Alle Arbeitgeber in diesen Bereichen haben mittlerweile Probleme, qualifiziertes Personal zu finden", so Bühler weiter. Dieses Problem lasse sich nur durch mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen lösen. Der IB, bei dem beispielsweise Erzieherinnen und Erzieher bis zu 20 Prozent weniger als im öffentlichen Dienst verdienten, trage eine besondere tarifpolitische Verantwortung. "Die große Lücke zwischen den IB-Entgelten und denen im öffentlichen Dienst der Länder muss endlich geschlossen werden."

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