Sozial- und Erziehungsdienst

Für Qualifikation und Qualität

Sozial- und Erziehungsdienst

Für Qualifikation und Qualität

In der Kulturministerkonferenz wird ein Gesamtkonzept zur Qualifizierung von frühpädagogischen Fachkräften diskutiert, welches von der ad hoc-Arbeitsgruppe »Weiterentwicklung der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung« vorgelegt und demnächst von der Kultusministerkonferenz beschlossen werden soll. Es soll diese Ziele verfolgen 1) Steigerung der Attraktivität des Ausbildungsberufes, 2) Steigerung des Ausbildungspotenzials, 3) Sicherstellung der bundesweiten Anerkennung, 4) praxisintegrierte Ausbildungsmodelle, 5) Ausbildungsvergütung und Weiterentwicklung der Fachschulen und enthält unter anderem:

  • Die Etablierung einer neuen, dreijährigen Berufsfachschulausbildung (berufsqualifizierende Erstausbildung) »Staatlich geprüfter Fachassistent für frühe Bildung und Erziehung«, die sich ausschließlich auf Kita und Hort beziehen soll. Voraussetzung für die Aufnahme der Ausbildung ist der mittlere Bildungsabschluss. Der Kultusministerkonferenz liegt eine Beschlussvorlage vor, die verbindliche Standards für alle Länder regeln soll.
  • Die Öffnung der Zugänge zur Fachschule für Sozialpädagogik für weitere Zielgruppen.

Gemeinsam mit der Diakonie Deutschland, der Beta, den konfessionellen Fachschulverbänden, der Arbeiterwohlfahrt, der Bundeselternvertretung, den Landeelternvertretungen von NRW und Berlin und dem Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung hat ver.di gegenüber der Kultusministerkonferenz eine gemeinsame Erklärung abgeben.

Die geplante neue Ausbildung verhilft unseres Erachtens weder zu einer Steigerung der Attraktivität des Berufes, noch zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitsfeldes Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Bildung muss den höchsten Stellenwert in unserer Gesellschaft haben. Die Einführung weiterer Assistenzausbildungen stellt eine weitere Abwertung des Berufes der staatlich anerkannten Erzieher*in dar und entwertet bisherige Assistent*innentätigkeiten. Gleichzeitig wächst mit der Etablierung neuer Assistenzberufe die Gefahr des Verlustes von Fachlichkeit und Qualität in den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit.

Wenn Investitionen in Bildung Chancengerechtigkeit verwirklichen sollen und Investitionen in Bildung als Standortvorteil Deutschlands betrachtet werden, dann ist es nicht zielführend, die Ausbildungsqualität des Personals in der Kinder- und Jugendhilfe zu verringern und damit eine Absenkung der Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit zu befördern.

Die ganze Erklärung finden Sie in der PDF.

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