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Ultimatum für Charité-Tochter

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Ultimatum für Charité-Tochter

Charité-Tochter für die Therapeut*innen (CPPZ) blockiert weitere Tarifverhandlungen – ver.di setzt Ultimatum

Pressemitteilung vom 25. Januar 2019. In der Auseinandersetzung um die Bezahlung an der Charité-Tochter CPPZ provoziert die Charité eine weitere Eskalation. Bereits am 17. Januar 2019 hatte die Geschäftsführung der CPPZ einen Verhandlungstermin kurzfristig abgesagt. Neue Termine will die Geschäftsführung erst nach dem 31. März vereinbaren. Den 31. März hatte das Abgeordnetenhaus für den Senat als Deadline gesetzt, um ein Konzept für die Rückführung der CPPZ in die Charité vorzulegen.

»Anstatt auf der Grundlage des Beschlusses des Abgeordnetenhauses in konstruktive Verhandlungen mit ver.di einzutreten, schiebt die Charité nun die Verantwortung weg. Die Beschäftigten werden nicht für fast drei Monate die Hände in den Schoß legen um abzuwarten, ob die Charité den Beschluss des Abgeordnetenhauses überhaupt respektiert«, erklärt der ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel.

ver.di hat der Geschäftsführung der CPPZ nun eine Frist bis zum 11. Februar 2019 gesetzt. Für den Fall, dass bis dahin kein verhandlungsfähiges Angebot zur Heranführung an den TVöD vorliegt, bereitet ver.di längerfristige Streikmaßnahmen vor, die über den Streik im Dezember 2018 hinausgehen. Im Dezember hatte ver.di bereits acht Tage am Stück gestreikt. Die Geschäftsführung bot deshalb bis zu 590 Euro Streikbruchprämie an, um die Streikwirkung zu reduzieren. Auf die Streikbereitschaft hatte dieses Angebot keine Auswirkungen.

»Die aktuelle Charité-Leitung zeigt mit Ihrem Verhalten eine Missachtung für die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses. Die aktuelle Charitéleitung scheint es drauf anzulegen, dass der neue Charité-Vorstandsvorsitzende Hayo Krömer diesen Konflikt auf jeden Fall noch erben soll. Die Geschäftsführung der CPPZ und der Charité-Vorstand haben jetzt noch bis zum 11. Februar Zeit, um ihre Blockadehaltung zu beenden und zu konstruktiven Verhandlungen zurückzukehren«, so Kalle Kunkel.

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