Rettungsdienst

Beharrlichkeit zahlt sich aus

Notfallsanitäter*innen

Beharrlichkeit zahlt sich aus

Beschäftigte im Rettungsdienst haben bei der Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten im Notfall endlich mehr Rechtssicherheit.

Das ist ein großer Erfolg für ver.di und alle, die sich mit uns für dieses Anliegen eingesetzt haben: Mitte Februar 2021 hat nach dem Bundestag auch der Bundesrat der Änderung des Notfallsanitätergesetzes zugestimmt.

»Bei den heilkundlichen Maßnahmen haben wir gezeigt, was wir bewirken können. So muss es auch beim Thema Arbeitszeiten laufen. Die müssen dringend runter! Auch da bleiben wir ausdauernd am Ball.«

Norbert Wunder, Vorsitzender der ver.di-Bundesfachkommission Rettungsdienst

Unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt es Beschäftigten im Rettungsdienst nun die eigenverantwortliche Ausübung heilkundlicher Maßnahmen in Gefahrensituationen. So wird mehr Rechtssicherheit geschaffen. Das Dilemma wird aufgelöst, sich zwischen möglicher unterlassener Hilfeleistung und Kompetenzüberschreitung entscheiden zu müssen.

Lange sah es so aus, als würde die geplante Neuregelung, die im Rahmen des MTA-Reform-Gesetzes verabschiedet wurde, nicht die gewünschte Klarheit bringen. Doch die vielen Stellungnahmen und Gespräche haben gewirkt. Der Bundestag hat sich nach einigem hin und her von unseren Positionen überzeugen lassen. Das zeigt, was wir mit guten Argumenten und Beharrlichkeit erreichen können. Und mit einer starken Gewerkschaft. Deshalb werde auch du Mitglied bei ver.di. Damit wir gemeinsam in Zukunft noch viele weitere Verbesserungen erreichen.

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Auszug aus dem neuen Gesetz

§ 2a Eigenverantwortliche Durchführung heilkundlicher Maßnahmen durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter

Bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes oder bis zum Beginn einer weiteren ärztlichen, auch teleärztlichen, Versorgung dürfen Notfallsanitäterinnen und
Notfallsanitäter heilkundliche Maßnahmen, einschließlich heilkundlicher Maßnahmen invasiver Art, dann eigenverantwortlich durchführen, wenn

  1. sie diese Maßnahmen in ihrer Ausbildung erlernt haben und beherrschen und
  2. die Maßnahmen jeweils erforderlich sind, um Lebensgefahr oder wesentliche Folgeschäden von der Patientin oder dem Patienten abzuwenden.

ver.di lohnt sich.

drei.70, Gesundheit Soziale Dienste Wohlfahrt und Kirchen (ver.di), Krankenhaus, Sylvia Bühler, shift/studio für ver.di Sylvia Bühler

»Selbstbewusst und beharrlich haben die Beschäftigten im Rettungsdienst mit ihrer Gewerkschaft ver.di die geforderte Änderung des Notfallsanitätergesetzes durchgesetzt. Das zeigt
den Weg. Ob kürzere Arbeitszeiten, Entlastung oder eine gute Bezahlung – zusammen können wir viel bewegen. Mach mit!«

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