Psychiatrie

Botschaft an die Selbstverwaltung

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Botschaft an die Selbstverwaltung

Unterschriftenaktion für »Psych-PV plus« gestartet. Krankenkassen und Kliniken müssen gute Personalausstattung festlegen. Karten jetzt bestellen!

Die Zeit wird knapp für die Einführung der neuen Personalbemessung in der Psychiatrie. Wir fordern die Selbstverwaltung aus Kliniken und Krankenkassen auf, jetzt verbindliche, bedarfsgerechte und konsequent umgesetzte Personalvorgaben zu schaffen. Dafür machen wir mit einer Unterschriftensammlung weiteren Druck. Mach mit – für eine Psych-PV plus!

Unterstützer der Unterschriftenaktion für »Psych-PV plus«: Mark Rosendahl, Regionsgeschäftsführer DGB Emscher-Lippe und Michael Groß (SPD), MdB ver.di Unterstützer der Unterschriftenaktion für »Psych-PV plus«: Mark Rosendahl, Regionsgeschäftsführer DGB Emscher-Lippe und Michael Groß (SPD), MdB

Bis zum 30. September 2019 muss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) eine Richtlinie auf den Weg bringen, die neue Standards für die Personalausstattung in psychiatrischen Krankenhäusern setzt. Auf dem Weg dorthin müssen noch zahlreiche Abstimmungsverfahren laufen, Fachgesellschaften müssen Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen. Da der G-BA eine öffentliche Diskussion vermeidet und bisher noch nicht einmal einen Entwurf vorgelegt hat, tappen Beschäftigte und Öffentlichkeit im Dunkeln. Wie viel medizinisch-therapeutisches Personal soll sich künftig um psychisch kranke Menschen kümmern? Über diese essenzielle Frage darf nicht hinter verschlossenen Türen entschieden werden.

Stimmberechtigt im G-BA sind zu dieser Frage nur der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die drei unparteiischen Mitglieder. Deshalb fordern wir GKV-SV und DKG nun auf, ihre Differenzen zu überwinden und im Interesse der Patient*innen und Beschäftigten einen Richtlinienentwurf auf den Weg zu bringen, der die ver.di-Forderung nach einer »Psych-PV plus« umsetzt.

Dazu unterschreiben Unterstützer*innen eine zweifache Botschaft auf »PsychPVplus«-Kärtchen – an die Krankenhausgesellschaft und den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen. Alle Betroffenen können die Aktion unterstützen: Beschäftigte, Patient*innen, Angehörige, Krankenversicherte und alle, denen eine gute Psychiatrie am Herzen liegt.

Konzernbetriebsräte großer Krankenhauskonzerne waren mit die ersten, die ihre »Botschaft an die Selbstverwaltung« unterzeichnet und eine Psych-PV plus gefordert haben. ver.di Konzernbetriebsräte großer Krankenhauskonzerne waren mit die ersten, die ihre »Botschaft an die Selbstverwaltung« unterzeichnet und eine Psych-PV plus gefordert haben.

»Den Partnern in der Selbstverwaltung wurde eine große Verantwortung übertragen. Sie müssen ihr jetzt gerecht werden. Die Psychiatrien brauchen dringend einen deutlichen Personalzuwachs, um einen ähnlichen Personalnotstand wie in den Allgemeinkrankenhäusern zu vermeiden«, so Michael Krömker, Sprecher der ver.di-Bundesfachkommission Psychiatrische Einrichtungen.

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles zeigt in Recklinghausen ihre Unterstützung für die »Psych-PV plus«. privat Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles zeigt in Recklinghausen ihre Unterstützung für die »Psych-PV plus«.

Wer Karten unterschreiben lassen und an ver.di zurücksenden will, kann diese bei Kerstin Motz kerstin.motz@verdi.de bestellen.

Die Sammlung der Karten läuft bis zum 31. Mai 2019, dann werden sie an Kliniken und Krankenkassen übergeben. Karten werden bei den ver.di-Bezirken (im Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen) gesammelt oder können zurückgeschickt werden an:

Kerstin Motz
ver.di Bundesverwaltung
Fachbereich 3
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Weitere Informationen zur Aktion gibt es im untenstehenden Flugblatt, in den ver.di-Bezirken oder im Mitgliedernetz.

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