Krankenhaus

Pflege weiter stark belastet

Krankenhausstatistik

Pflege weiter stark belastet

Stichworte zu den vorläufigen Zahlen der Krankenhausstatistik 2016

Statistisches Bundesamt: Grunddaten der Krankenhäuser, Fachserie 12 Reihe 6.1.1, Pressemitteilung Nr. 276/17 vom 14. August 2017

  • 2016 wurden 19,5 Millionen Patientinnen und Patienten stationär im Krankenhaus behandelt, das waren 277.400 Behandlungsfälle oder 1,4% mehr als im Jahr zuvor.
  • Der Krankenhausaufenthalt dauerte wie im Vorjahr durchschnittlich 7,3 Tage.
  • In 1.948 Krankenhäusern (2015: 1.956) standen für die stationäre Behandlung insgesamt 498.700 Betten zur Verfügung. Das waren rund 700 Betten weniger als 2015.
  • Fast jedes zweite Krankenhausbett (47,8%, Vorjahr 48,2%) stand in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers, jedes dritte Bett (33,5%, Vorjahr 33,6%) befand sich in einem freigemeinnützigen Haus. Der Anteil der Betten in Einrichtungen privater Träger stieg von 18,3% auf 18,7%.
  • Rund 894.500 Vollkräfte versorgten 2016 die Krankenhauspatientinnen und -patienten.
  • Rund 158.000 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen Dienst und 736.500 zum nichtärztlichen Dienst, darunter 325.200 Vollkräfte im Pflegedienst.
  • Die Zahl der Beschäftigten nahm im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen Dienst um 3.600 (+2,3%) und im nichtärztlichen Dienst um 22.800 Vollkräfte (+3,2%) zu.
  • Die Zahl der Pflegevollkräfte stieg um 4.300 (+1,3%).

 

Infografik: Belastung von Pflegekräften nimmt zu ver.di Belastung von Pflegekräften nimmt zu

 

Belastungskennzahl »Fälle pro Vollkraft«

Mit diesen Angaben lässt sich die Belastungskennzahl »Fälle pro Vollkraft« errechnen. Für den gesamten nichtärztlichen Dienst ergibt sich rechnerisch ein leicht verbessertes Verhältnis, da das »Mehr« an Vollkräften (+3,2%) größer war als das »Mehr« an PatientInnen (+1,4%). Anders dagegen beim Pflegedienst: Die Zunahme (+1,3%) war geringer als die Zunahme der Anzahl PatientInnen. Diese Belastungskennzahl ist nach einer minimalen Verringerung 2015 im Jahr 2016 also erneut angestiegen.

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