Altenpflege

Pflegewissenstest

Teste dein Pflegewissen

Alte Frau mit Pflegerin werk2 Pflegewissen

Der sozialen Sicherung wird in unserer alternden Gesellschaft eine zunehmende Bedeutung zuteil. ver.di mischt sich ein und gestaltet mit. Wir wollen, dass Pflegebedürftige die Leistungen erhalten, die sie für ein Leben in Würde brauchen.Wir wollen, dass pflegende Angehörige, die Unterstützung und Beratung bekommen, die sie benötigen.Wir wollen, dass beruflich Pflegende gute Arbeit leisten können und ein Einkommen haben, von dem sie leben können.

Mehr dazu in unserem Pflegewissenstest und den Antworten.

  • Pflegewissenstest

    Wie viele Menschen werden 2030 pflegebedürftig sein?
a) 2,8 Millionen
b) 3,4 Millionnen
c) 5 Millionen ver.di Pflegebedürftige
  • Antwort 1

    Die richtige Antwort ist b:

    Es werden im Jahr 2030 mehr als 3,4 Millionen sein.

    Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben Modellrechnungen entwickelt, um die künftigen Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Pflegebedürftigen abschätzen zu können. Dabei ist unterstellt, dass die altersspezifischen Pflegequoten künftig identisch mit denen von heute sind (Status-Quo-Szenario). Der mögliche medizinisch-technische wurde dabei nicht berücksichtigt.

    Danach dürften im Jahr 2020 mehr als 2,90 Millionen und im Jahr 2030 mehr als 3,4 Millionen Pflegebedürftige zu erwarten sein. Die Zunahme fällt dabei bis zum Jahr 2030 bei den Männern mit 74% höher als bei den Frauen (50%) aus. Gleichzeitig wird der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung zunehmen: Der Anteil wird bis 2020 auf 3,6% und bis zum Jahr 2030 auf 4,4% ansteigen.

    Auch die Altersstrukturen ändern sich: Während im Jahr 2005 rund 33% der Pflegebedürftigen 85 Jahre und älter waren, beträgt dieser Anteil im Jahr 2020 rund 41% und 2030 rund 48%. Die Gruppe der unter 60-Jährigen wird kleiner: Der Anteil an den Pflegebedürftigen wird voraussichtlich auf 10% im Jahr 2020 auf ca. 7% im Jahr 2030 abnehmen. Quelle: www.destatis.de 

  • Pflegewissenstest

    Wie hoch ist der finanzielle Eigenateil der Pflegebedürftigen im Durchschnitt der gesamten Zeit der Pflegebedürftigkeit?
a)4500 €
b) 18000 €
c) 31000 € ver.di Eigenanteil
  • Antwort 2

    Die richtige Antwort ist c:

    Der durchschnittliche Eigenanteil den Pflegebedürftige privat aufbringen müssen beträgt 31.000 Euro.

    Mit dem Barmer GEK Pflegereport 2012 werden die privat zu tragenden Anteile der Pflegekosten ausgewiesen. Vor allem sind Frauen wegen ihrer längeren Heimpflege stärker finanziell belastet als Männer. Sie müssen zu ihren Pflegekosten privat durchschnittlich etwa 45.000 Euro beisteuern, während Männer zirka 21.000 Euro Eigenanteile aufbringen müssen. Im Schnitt sind es 31.000 Euro. Im Extremfall können sogar bis zu 305.000 Euro an privaten finanziellen Aufwendungen anfallen. Quelle: www.barmer-gek.de

  • Pflegewissenstest

    Wie viele Beschäftigte arbeiten in der ambultanten und stationären Altenpflege?
a) mehr als 500000
b) mehr als 750000
c) mehr als 1 Million ver.di Beschäftigte
  • Antwort 3

    Die richtige Antwort ist c:

    Ambulante Pflege
    356 000 Beschäftigte waren in der ambulanten Pflege im Jahr 2015 tätig: Die Mehrheit (69 %) war teilzeitbeschäftigt, 87 % war weiblich, 38 % war 50 Jahre und älter. Die Mehrheit des Personals (69 %) war teilzeitbeschäftigt. 27 % der Beschäftigten arbeitete Vollzeit; 11 700 Auszubildende sowie (Um-)Schülerinnen und (Um-)Schüler stellten 3 % des Personals. Rund 500 Arbeitskräfte waren Helferinnen und Helfer im freiwilligen sozialen Jahr beziehungsweise im Bundesfreiwilligendienst. Zudem gab es 400 Praktikantinnen und Praktikanten außerhalb einer Ausbildung.

    Stationäre Pflege
    In den Heimen waren im Jahr 2015 insgesamt 730 000 Personen beschäftigt. (Dies entspricht bei einer Gewichtung nach der jeweiligen Arbeitszeit ungefähr 525 000 Vollzeitäquivalenten). Die Mehrzahl (84 %) der beschäftigten Personen war weiblich. Weniger als ein Drittel (29 %) der Beschäftigten arbeitete Vollzeit – also ein etwas höherer Anteil als im ambulanten Bereich. Teilzeitkräfte machten knapp zwei Drittel (63 %) der Beschäftigten aus. Auszubildende sowie (Um-)Schülerinnen und (Um-)Schüler hatten im stationären Bereich eine stärkere Bedeutung als im ambulanten Bereich: Sie stellten 51 100 beziehungsweise 7 % der Beschäftigten. Die Anzahl der Helferinnen und Helfer im freiwilligen sozialen Jahr beziehungsweise im Bundesfreiwilligendienst betrug zusammen rund 5 500 (1 %). Zudem gab es 1 600 Praktikantinnen und Praktikanten außerhalb einer Ausbildung.
    https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Pflege/PflegeDeutschlandergebnisse5224001159004.pdf?__blob=publicationFile

  • Pflegewissenstest

    Wie hoch würde die Mehrbelastung bei einer Pflegevollversicherung für Arbeitnehmer/innen bei einem Durchschnittseinkommen von 2500 € im Monat betrgen?
a) 12 €
b) 42 €
c) 120 € ver.di Mehrbelastung
  • Antwort 4

    Die richtige Antwort ist a:

    Die Mehrbelastung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Einkommen von monatlich 2.500 Euro würde lediglich ca. 12 Euro / Monat betragen.

    Prof. Dr. Markus Lüngen hat mit dem von ver.di in Auftrag gegeben Gutachten „Vollversicherung in der Pflege – Quantifizierung von Handlungsoptionen“ berechnet, dass bei einer paritätisch finanzierten Beitragssatzsteigerung von 1 Prozent auf dann 2,95 Prozent (Berechnungsjahr 2010), die Mehrkosten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer etwa 12,50 Euro betragen würden. Der Beitrag für eine Vollversicherung würde dann für sie bei knapp 37 Euro monatlich liegen.

  • Pflegewissenstest

    Die Wertschätzung einer Erwerbstätigkeit ist auch an der Entlohnung und den vorherrschenden Arbeitsbedingungen
erkennbar. Beschäftigte in der Altenpflege
profitieren, wenn sie ver.di-Mitglied sind. Wie viel verdienen ver.di-Mitglieder, die in tarifgebundenen Betrieben tätig sind, im Durchschnitt mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen in nicht tarifgebundenen Betrieben?
a) 5 Prozent
b) 13 Prozent
c) 24 Prozent ver.di Vorteil durch Mitgliedschaft
  • Antwort 5

    Die richtige Antwort ist c:

    Beschäftigte in Pflegeberufen sind mit ihrer Arbeit zufrieden, aber sie empfinden sie als sehr stressig und auch körperlich erschöpfend. Mit der Bezahlung sind sie mehrheitlich nicht zufrieden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung auf Basis der Lohnspiegeldaten, die erstmals 2012 vorgelegt wurde. Eine im Oktober 2013 aktualisierte Fassung dieser Studie bestätigt deren Ergebnisse. Sie basiert auf den online erfassten Angaben von inzwischen knapp 4.000 Beschäftigten aus verschiedenen Berufen und Tätigkeitsbereichen in der Kranken- und Altenpflege. Beschäftigte in Pflegeberufen profitieren von der Tarifbindung. In tarifgebundenen Betrieben verdienen sie mit durchschnittlich 2.660 Euro gut 24 Prozent mehr als ihre Kolleginnen und Kollegen in nicht tarifgebundenen Betrieben. https://www.lohnspiegel.de/html/pflegeberufe.php

Kontakt

  • Dietmar Erdmeier

    Ge­sund­heits­po­li­ti­k. The­menschwer­punk­te: Pfle­ge­ver­si­che­rung, Pfle­ge­po­li­tik

    030/6956-1815