Coronavirus: Infos für Beschäftigte

Schluss mit Ausreden

#townhall1205

Schluss mit Ausreden

Beschäftigte des Gesundheits- und Sozialwesens treffen in einer virtuellen Townhall am 12. Mai auf Politik und Arbeitgeber - und lassen keine Ausreden mehr gelten. Anmelden und mitmachen.
Sharepic zum Townhall-Meeting ver.di Einladung zur Videokonferenz am 12. Mai 2020

Zu wenig Personal im Gesundheitswesen, zu schlechte Bezahlung in der Altenpflege, arbeiten bis zum Umfallen. Seit Jahren prangern wir die Missstände an. Und nicht erst seit der Corona-Krise kennen wir das Spiel. Es gibt ein Problem und alle schieben sich die Verantwortung zu: Die Politik sagt, die Arbeitgeber*innen seien schuld. Die Arbeitgeber*innen sagen, die Politik sei schuld. Und am Ende ändert sich für die Beschäftigten wenig.

Am Tag der Pflegenden soll Schluss sein mit den Ausreden. Wir bringen Politik und Arbeitgeber an einen Tisch mit den Beschäftigten, damit sich niemand aus der Verantwortung schleichen kann.

Wie läuft das ab?

ver.di richtet ein virtuelles Townhall Meeting aus. 12. Mai, 18:30 – 20:00 Uhr

In einer Videokonferenz konfrontieren

  • Branka Ivanisevic, Altenpflegerin
  • Dana Lützkendorf, Fachkraft für Intensivpflege
  • Kerrin Deisler, medizinisch-technische Assistentin

die Verantwortlichen mit ihren Erfahrungen und Erwartungen. ver.di lädt alle Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen ein teilzunehmen. Seid dabei, bringt euch ein und zeigt, dass hinter den Sprecherinnen und Forderungen Hunderte stehen: https://t1p.de/townhall1205

Dabei sind:

  • Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung
  • Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft
  • Wolfgang Stadler, Vorsitzender des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt

Moderation: Hannes Heine, Tagesspiegel

Meldet euch hier an. Den Zugangslink für die Videokonferenz bekommt ihr anschließend per Mail zugeschickt.

Wir freuen uns auf euch und auf eine rege Diskussion. Frank Werneke, ver.di-Bundesvorsitzender, und Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstand

12. Mai 2020: Der Tag der Pflegenden

ver.di fordert zum Tag der Pflegenden dauerhaft bessere Arbeitsbedingungen - Internet-Debatte mit dem Pflegebeauftragten der Bundesregierung und Arbeitgebervertretern

Pressemitteilung Berlin, 11.05.2020. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert zum Tag der Pflegenden am 12. Mai eine dauerhafte Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. "Es ist schön, wenn die Menschen für Pflegekräfte applaudieren. Damit die Anerkennung ihrer wichtigen Rolle für die Gesellschaft glaubwürdig bleibt, braucht es jetzt aber auch verlässliche Zusagen für dauerhaft bessere Arbeitsbedingungen", sagte Sylvia Bühler, die im ver.di-Bundesvorstand für das Gesundheits- und Sozialwesen zuständig ist. "Die Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege sorgen an jedem Tag und in jeder Nacht dafür, dass kranke und pflegebedürftige Menschen gut versorgt werden. Dafür fordern sie Respekt auch im Alltag - das heißt vor allem gute Arbeitsbedingungen und mehr Personal."

Bühler kritisierte, dass grundlegende Schutzrechte der Beschäftigten außer Kraft gesetzt blieben, während zugleich wieder verstärkt planbare Operationen durchgeführt würden. "Die pauschale Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzen in Kliniken und die mögliche Ausweitung der Arbeitszeiten auf zwölf Stunden pro Schicht müssen unverzüglich aufgehoben werden", so die Gewerkschafterin. "Die Beschäftigten verlangen, dass auch ihre Gesundheit geschützt wird. Dazu gehört, dass sie regelmäßig auf den Corona-Virus getestet werden und genug qualitativ hochwertiges Schutzmaterial zur Verfügung steht. Das ist längst noch nicht überall der Fall."

Am Dienstag werden zum Tag der Pflegenden vielerorts Aktionen stattfinden, entweder im virtuellen Raum oder unter Beachtung des Abstandsgebots. Bundesweit lädt ver.di zu einer Internet-Debatte von Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen mit dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, ein. Als Arbeitgebervertreter werden der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Gerald Gaß, und der Vorsitzende des Bundesverbands der Arbeiterwohlfahrt, Wolfgang Stadler, teilnehmen. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

"Keine Frage: Die Beschäftigten in der Gesundheitsversorgung sind systemrelevant", so Bühler weiter. "Das wird uns allen in dieser Pandemie vor Augen geführt." Doch vieles im Gesundheitssystem laufe falsch. Statt um eine gute Versorgung gehe es allzu oft vor allem um die Steigerung von Gewinnen und Marktanteilen. "Der Staat muss wieder seiner Verantwortung gerecht werden. Nicht wirtschaftlicher Wettbewerb darf darüber entscheiden, wo es Krankenhäuser gibt, sondern der Bedarf. Und welche Folgen es hat, die Altenpflege der Kommerzialisierung zu überlassen, ist offensichtlich: Altenpflege ist heute der Mangelberuf schlechthin." Für diese anspruchsvolle Arbeit brauche es eine flächendeckend gute Bezahlung. Und auch bei der Personalbesetzung seien klare und verbindliche Vorgaben nötig. Bühler: "Sowohl in der Alten- als auch in der Krankenpflege liegen Konzepte für eine bedarfsorientierte Personalbemessung auf dem Tisch. Die Bundesregierung ist gefordert, sie schnellstens verbindlich einzuführen. Da lassen wir nicht locker."

Hinweis an die Redaktionen: Die Internet-Debatte mit dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, zum Tag der Pflegenden findet am Dienstag, 12. Mai 2020, von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr statt. Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Weitere Informationen und Anmeldung hier: https://t1p.de/townhall1205

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