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Soziale Arbeit in der Corona-Krise stärken

COVID-19

Soziale Arbeit in der Corona-Krise stärken

Rund 80.000 Menschen unterzeichnen Offenen Brief „Soziale Arbeit ist unverzichtbar“ - ver.di übergibt Unterschriften an das Bundesfamilienministerium. Einladung zur digitalen Konferenz am 7. Juli 2020

KayH20200619-1M7A3660.jpg Kay Herschelmann Übergabe des Offenen Briefs „Soziale Arbeit ist unverzichtbar“ am 19. Juni 2020 in Berlin

Pressemitteilung, Berlin, 19.06.2020. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am heutigen Freitag (19. Juni) rund 80.000 Unterschriften unter den Offenen Brief „Soziale Arbeit ist unverzichtbar“ an das Bundesfamilienministerium übergeben und damit ihre Forderung nach einer Stärkung der Sozialen Arbeit in der Corona-Krise bekräftigt. „Die Beschäftigten in der Sozialen Arbeit – diese umfasst unter anderem Kitas, die Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe oder Hilfen für Wohnungslose und Geflüchtete – sind gefordert wie nie zuvor; viele fühlen sich aber in der Corona-Krise alleingelassen“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Den Beschäftigten würden häufig unzureichende oder fehlende Schutzmaßnahmen zugemutet, oder ihnen drohten Kurzarbeit oder Entlassung. „Qualifizierte Soziale Arbeit braucht gut entwickelte Träger und Strukturen; die entsprechenden Einrichtungen kann man nicht von heute auf morgen schließen und übermorgen wieder öffnen.“

KayH20200619-1M7A4038.jpg Kay Herschelmann Übergabe des Offenen Briefs „Soziale Arbeit ist unverzichtbar“ am 19. Juni 2020 in Berlin

Um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in der Sozialen Arbeit zu gewährleisten, brauche es bundesweite Regelungen, die Beschäftigten, Adressatinnen und Adressaten, Kindern und Eltern Sicherheit geben, so Behle weiter. Die durch das Bundesarbeitsministerium für die gesamte Arbeitswelt formulierten Standards seien in der Sozialen Arbeit, in der es um den Dienst an und mit den Menschen gehe, nicht anwendbar. „Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf.“ Die Bundesregierung müsse dafür die Verantwortung übernehmen und dürfe die Bundesländer und Träger der Sozialen Arbeit nicht damit allein lassen.

Der schon seit Jahren bestehende Fachkräftemangel werde durch die Corona-Krise verschärft, dies gelte insbesondere auch im Kita-Bereich, so Behle. „Die sprunghafte Öffnung der Kitas lässt die realen Kapazitäten unberücksichtigt.“ Dies gehe oftmals zu Lasten der Beschäftigten; dabei müssten insbesondere Beschäftigte, die Risikogruppen angehörten, geschützt werden. „Es kann nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen, die jahrelang den Kita-Ausbau unter schwierigen Bedingungen mitgetragen haben, jetzt in eine ungewisse Zukunft geschickt werden, wenn ihr Gesundheitszustand beeinträchtigt ist.“ Hier müsse der Bund eingreifen und Angebote machen, wie die Beschäftigten abgesichert werden können.

Die Forderungen des Offenen Briefes an Politik und Arbeitgeber wird ver.di in einer bundesweit digitalen Podiumsdiskussion per Stream Anfang Juli 2020 diskutieren.

Einladungsbanner ver.di "Soziale Arbeit in der Krise" Digitale Konferenz am 7. Juli 2020

Wir haken nach – alle gemeinsam! Digitale Konferenz am 7.07. von 18.30-20.30 Uhr

Melde dich hier an: t1p.de/digital-konferenz

Nachdem unsere Forderungen übergeben sind haken wir jetzt nach. Was sind die Antworten von Politik und Arbeitgebern?

Auf dem Podium sitzen:

  • Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender
  • Martina Meyer, Erzieherin und Personalratsvorsitzende des Kita Personalrats bei der Stadt München,
  • Feli Traudes, Sozialpädagogin und Betriebsratsvorsitzende bei der AWO Hessen-Süd
  • Christine Rapp, Teilhabeassistentin und Betriebsratsvorsitzende bei Leben mit Behinderung in Hamburg

Sie diskutieren mit:

  • Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin (SPD)
  • Ulrich Mädge, Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und  Oberbürgermeister von Lüneburg

Auch die Teilnehmenden werden die Möglichkeit haben, zu Wort zu kommen.

Melde dich also hier an und sprich deine Kolleginnen und Kollegen an, sich ebenfalls anzumelden.

Weitere Informationen unter https://mehr-braucht-mehr.verdi.de

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