Fachkommission PP/KJP

Eingruppierung von Psychotherapeuten

Eingruppierung von Psychotherapeuten

Die neue Entgeltordnung für Gesundheitsberufe – TvöD kommunal

Seit 1. Januar 2017 gilt die neue Entgeltordnung zum TVöD, gültig für den Bereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten (PP) sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten (KJP) jeweils mit Approbation und entsprechender Tätigkeit werden in der Entgeltgruppe 14 eingruppiert. Damit wurde die bisherige Eingruppierung verbessert, das Ziel nach einer Eingruppierung in die Entgeltgruppe 15 aber noch nicht erreicht. Nach dem bisherigem Tarifrecht wurden PP in die Entgeltgruppe 13 eingruppiert. Tarifverträge regeln dabei lediglich Mindestbedingungen, bessere Vereinbarungen sind immer möglich.

Für die betroffenen Beschäftigten ist es daher wichtig zu prüfen, ob sich aufgrund der neuen Entgeltordnung eine höhere Eingruppierung ergibt. Falls ja, muss ein entsprechender Antrag beim Arbeitgeber bis zum 31.12.2017 gestellt werden. Der Antrag wirkt dabei immer auf den 1. Januar 2017 zurück. Das Erfordernis einer Antragstellung durch den jeweiligen Beschäftigten hat eine Schutzfunktion. In einigen Fällen, insbesondere wenn Beschäftigte z.B. kurz vor einer Stufensteigerung stehen und in naher Zukunft aus dem Beschäftigungsverhältnis ausscheiden, kann eine höhere Stufe in der selben Entgeltgruppe höhere Zugewinne bringen als bei einer Höhergruppierung. Eine Überprüfung oder Neufeststellung der bisherigen Eingruppierung aus Anlass des Inkrafttretens der Entgeltordnung ist ausdrücklich tarifvertraglich ausgeschlossen, sodass Änderungen der Eingruppierung nicht durch den Arbeitgeber veranlasst werden können.

ver.di Mitglieder können sich bei ihren zuständigen Gewerkschaftssekretärinnen und -sekretären im Bezirk beraten lassen, ob sich ein Antrag auf Höhergruppierung lohnt oder nicht. Hierfür stehen den ver.di-Bezirken Überleitungsrechner zur Verfügung. ver.di-Mitglieder können ihre zuständige Ansprechperson hier finden.

ver.di hält an der Forderung fest, dass eine Eingruppierung der PP und KJP auf Facharztniveau sachgerecht ist. Deshalb bleiben wir dran am Thema. Gut, wenn wir dabei die Unterstützung der betroffenen Kolleginnen und Kollegen haben. Es stehen noch zahlreiche Tarifverhandlungen an, auch mit Gesundheitskonzernen oder mit der TdL. Hier können wir gemeinsam aktiv werden. Die beste Botschaft an die Arbeitgeber ist ein hoher Organisationsgrad. Damit zeigen die Beschäftigten: Es ist kein Gegensatz, sich für die Gesundheit anderer zu engagieren und dabei die eigenen Interessen zu vertreten.