Arbeitskreis Pflegelehrer/innen

Intensive Beratung unter Pflegelehrer/innen

Reform der Pflegeausbildung

Intensive Beratung unter Pflegelehrer/innen

Vom 19. bis 20. November 2015 tagte der ver.di-Bundesarbeitskreis der Pflegelehrerinnen und Pflegelehrer in Berlin. Teilnehmer/innen des seit über 20 Jahren bestehenden Arbeitskreises sind Pflegelehrer/innen aus allen Bundesländern. Die Pflegelehrer arbeiten in allen Bereichen an Schulen der Grundausbildung (Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflegeschulen) sowie an Schulen der Fort- und Weiterbildung.

Im ersten Erfahrungsaustausch wurde deutlich, dass die Schulen händeringend auf nähere Informationen zur Reform des Krankenpflegegesetzes warten. Inhaltlich bleibt die Frage offen, ob die Reform der Ausbildung wirklich den Namen verdient. Bislang gibt es noch viele grundsätzliche Fragezeichen, z.B. kommt die im Koalitionsvertrag verabredete Generalistik der Pflegeausbildung wirklich oder setzen sich die Befürworter der integrativen Ausbildung durch.

Sitzung der Pflegelerher/innen im Herbst 2016 ver.di Sitzung der Pflegelerher/innen im Herbst 2016

Konkrete Diskussionspunkte waren die Praxisanleitung der praktischen Pflegeausbildung, die Ausbildungsdauer (ver.di-Standpunkt: Die Ausbildung endet mit Bestehen des letzten Prüfungsteils), betriebliche Mitbestimmungsrechte während der Ausbildung (diese müssen sichergestellt sein) und die Fehlzeitenregelung. Diese Fehlzeitenregelung von z.Z. 10 % sehen die in ver.di engagierten Lehrkräfte kritisch, schließlich „entscheidet das Bestehen der Abschlussprüfung über die Eignung zur Berufsausübung und nicht „willkürlich“ festgesetzte Anwesenheitsregeln“, so ein Teilnehmer.
In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal an das ver.di-Seminar für Lehrkräfte erinnert, welche zur Reform der Pflegeausbildung vom 9. bis 13. Mai 2016 in Saalfeld stattfindet.

Ein großes Thema war – wie schon bei den letzten Treffen – die Eingruppierung der Lehrkräfte.
Herr Schilder berichtete von den Tarifverhandlungen zwischen der ver.di und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Die Arbeitgeberseite ist bei den auf Masterniveau ausgebildeten Lehrkräften zu kleinen Lohnerhöhungen bereit. Insgesamt liegt das Angebot der Arbeitgeber aber deutlich unter den Forderungen von ver.di (ver.di fordert EG 13). Hier bleiben zunächst die weiteren Verhandlungen zur Entgeltordnung abzuwarten. Es ist beabsichtigt, dass die Entgeltordnung zum TVöD in der Tarifrunde 2016 in Kraft gesetzt werden soll. Umso wichtiger, dass wir Pflegelehrer/innen uns aktiv an der tariflichen Auseinandersetzung beteiligen. 

Dirk Schilder für den Arbeitskreis Pflegelehrer/innen

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