Frauen

AG Frauen- und Gleichstellungspolitik FB 3

Frauen: Tagungsbericht April 2016

Vom 1. bis 3. April 2016 diskutierten die Frauen der Arbeitsgruppe Frauen- und Gleichstellungspolitik des Fachbereichs 3 in der ver.di-Bildungsstätte Clara Sahlberg in Berlin-Wannsee über das große Thema unseres Fachbereiches: Aufwertung und Entlastung sozialer Berufe. Dazu haben wir Michaela Evans, Leiterin des Forschungsbereichs „Arbeit und Qualifizierung“ im IAT, eingeladen.

Vorab beschäftigten wir uns aber mit den Berichten aus den Bezirken/Landesbezirken und Betrieben, überwiegend mit der Fragestellung:

Welche Aktivitäten gab es zum Equal Pay Day? Welche zum Internationalen Frauentag?

Aus insgesamt 9 Landesbezirken berichteten die Frauen über zahlreiche und kreative Aktionen, vor allem zum Internationalen Frauentag. Zum Equal-Pay-Day schloss man sich weitestgehend an die Veranstaltungen des DGB an und unterstützte diese aktiv.
Weiterhin wurde aus den Landesbezirken über Aktivitäten zu Perspektive 2015, Tarifrunde ö.D. und Pflegekammern berichtet.

AG Frauen FB 03, April 2016 Angelika Schwarz AG Frauen FB 03, April 2016

Am Samstagmorgen begannen wir mit dem Vortrag von Michaela Evans zum Thema „Überlegungen zur Aufwertung personenenbezogener Dienstleistungsarbeit“.

Der Vortrag gliederte sich in drei Punkte:

  1. Strukturell-institutionelle Ungleichheit „typischer“ Frauenarbeit,
  2. Fragmentierung der Interessenorganisation und
  3. uneingelöste berufsfachliche Interessen.

Mit ihrer anschließenden Rede knüpfte Sylvia Bühler, Mitglied des Bundesvorstands und Leiterin des Bundesfachbereichs, mit dem Thema: Aufwerten und Entlasten – strategische Ausrichtung des Fachbereichs, an die Thesen von Michaela Evans an.

Die zentrale Botschaft dieses Vormittags ist:

  • Wir verschaffen uns Respekt – wir wissen was wir Wert sind.
  • Wir wollen Wertschätzung – Wir sind Wertschöpfung.

Die Arbeitsgruppe will sich intensiv mit der These: „Wir sind Wertschöpfung“ auseinandersetzen. Für die nächste Sitzung im November sollen 10 Argumente zur Aussage „Wir sind Wertschöpfung“ gesammelt werden. Diese Diskussion sollte mit in die Betriebe genommen werden.

Am Nachmittag fand ein Austausch mit dem „Autonomen Frauenzentrum“ aus Potsdam statt. Das Zentrum entstand nach der Wende als ein Projekt der feministischen Frauenbewegung mit dem Ziel der Förderung und Stärkung von Frauen. Nachdem sie ihre Arbeit anschaulich geschildert haben entwickelte sich eine lebhafte Diskussion.

Am Sonntagvormittag wurde in Gruppenarbeit das zentralen Thema: Aufwerten – Entlasten vertieft und weitere Arbeitsschwerpunkte der AG-Frauen erarbeitet.
Danach berichteten unsere Vertreterinnen aus dem Bundesfachbereichsvorstand und dem Bundesfrauenrat. Auf der Sitzung des Bundesfrauenrats war die Digitalisierung im Gesundheitswesen das zentrale Thema.

Nach einer sehr intensiven Tagung begaben wir uns am Sonntagmittag auf dem Nachhauseweg.

Die nächste Tagung findet vom 4. November bis 6. November 2016 in Nürnberg statt.

Christel Hopt
AG Frauen- und Gleichstellungspolitik im Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

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