Reform der Pflegeausbildung

ver.di fordert verbindliche Vorgaben zur Praxisanleitung

Reform der Pflegeausbildung

Aufwertung der praktischen Ausbildung

Die Bundesregierung beabsichtigt, die seit langem diskutierte Reform der Pflegeausbildung umzusetzen.

Die Altenpflegeausbildung und die Krankenpflegeausbildung sollen zu einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt werden. Ein vorläufiger Arbeitsentwurf aus den zuständigen Ministerien BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und BMG (Bundesministerium für Gesundheit) wurde Anfang Juni 2015 bekannt. ver.di ist die Organisation, in der die meisten Pflegekräfte organisiert sind. Unser Wissen und die umfänglichen Erfahrungen nutzen wir, um auf das Gesetz Einfluss zu nehmen.

ver.di steht für eine Integrierte Ausbildung

Es spricht aus unserer Sicht vieles dafür, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten und die Spezialisierungen in Alten- und Kinderkrankenpflege zu erhalten, ohne auf einheitliche Ausbildungsstrukturen in einem Berufsgesetz zu verzichten. Dem entspricht das Modell einer integrierten Ausbildung auf einheitlicher gesetzlicher Grundlage mit Schwerpunktsetzung in der geriatrischen und  pädiatrischen Pflege. Sinnvollerweise wird einem solchen Modell durch unterschiedliche Abschlussbezeichnungen Rechnung getragen.

 ver.di fordert verbindliche Vorgaben zur Praxisanleitung

Das größte Problem liegt zurzeit in der praktischen Ausbildung. Zeitdruck infolge von Personalmangel wirkt sich negativ auf die Ausbildungsbedingungen aus. Für eine gute praktische Ausbildung hat vor allem die Praxisanleitung eine große Bedeutung. Wir fordern eine bundeseinheitliche, verbindliche Vorgabe zum Umfang der Praxisanleitung. Mindestens zehn Prozent der praktischen Ausbildungszeit müssen durch Praxisanleiter/-innen gemeinsam mit den Auszubildenden durch geplante und strukturierte Anleitungssituationen stattfinden.

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