Fachkräftemangel

Ausländische Fachkräfte nicht die Lösung

Fachkräftebedarf

Ausländische Fachkräfte nicht die Lösung

Immer wenn der Fachkräftebedarf in der Pflege – sei es im Krankenhaus, sei es in der Altenpflege - thematisiert wird, wird als Lösung die Anwerbung aus dem Ausland vorgeschlagen. Aktuell hat sich auch der neue Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hinter diese Forderung gestellt.

Die Gewerkschaften in Europa betonen, dass die Migration von Pflegekräften aus dem europäischen und internationalen Ausland vielleicht einen kurzfristen betrieblichen Personalbedarf löst, jedoch kein Beitrag darstellt, um den Personalbedarf in der Pflege in Deutschland auszugleichen. Vielmehr verschlechtert sich die Pflegesituation in den betroffenen Herkunftsländern der Migrantinnen. In Deutschland bedeutet die Beschäftigung von Migrantinnen nicht, dass die zentralen Probleme der Beschäftigung im Gesundheitswesen angegangen werden: Ohne mehr Personal, angemessene Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen ist es nicht möglich, dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Mit genau diesen Fragen haben sich die Gewerkschaften in Europa lange befasst. Eine der ersten Aktivitäten im „Sozialen Dialogs Krankenhäuser“ war die „Vereinbarung zur Rekrutierung und Bindung von Fachkräften in der Pflege in Europa“. Diese Vereinbarung war Richtschnur für den WHO-Codex zu diesem Thema und sie wurde von den Sozialpartnern in vielen europäischen Ländern durch eigene Initiativen begleitet. Grund genug die umfangreichen Ergebnisse und Erkenntnisse der Gewerkschaften und der Arbeitgeber zu diesem Thema vorzustellen und zu bewerten. Das haben EGÖD und HOSPEEM, die Partner im „Sozialen Dialog Krankenhäuser“ am 08. April 2018 getan.

Weiterlesen: https://www.epsu.org/article/employers-and-trade-unions-renew-commitment-ethical-cross-border-recruitment-and-retention

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Kontakt

  • Dr. Margret Steffen

    Ge­sund­heits­po­li­ti­k. The­menschwer­punk­te: EU-­Po­li­ti­k, Be­rufs­ge­nos­sen­schaft Ge­sund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pfle­ge

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