Sana

Wertschätzung sieht anders aus

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Wertschätzung sieht anders aus

Wertschätzung à la Sana: 1,28% mehr in 2017???

Mit einem ersten konkreten Angebot der Arbeitgeber zur Steigerung der Entgelttabelle wurden am 13. Februar 2017 die Tarifverhandlungen zum Konzerntarifvertrag der Sana Kliniken fortgesetzt. „Garniert“ wurde dieses Angebot mit einer Reihe von Zumutungen und der Rücknahme von bereits getätigten Zusagen.

Das Angebot im Überblick:

  • Steigerung der Tabelle um 1% ab dem 01. Januar 2017. Weitere 1% sollten im Rahmen einer neuen Entgelttabelle zwischen den Stufen umverteilt werden. Im Einzelfall würde das Entgeltsteigerungen zwischen 1,28% und 2,5% bedeuten!
  • Die so erreichbare „Honorierung“ von Berufserfahrung nach dem 16. Jahr der Tätigkeit würde nach diesem Arbeitgebervorschlag nach 2 Jahren jeweils 3 bis 8 Euro mehr betragen!
  • Weitere Steigerung der Tabelle um 1% ab dem 01. Januar 2018.
  • Weitere 1% sollten dann ab dem 01. Juli 2018 zur Umverteilung zwischen den Stufen der Entgelttabelle genutzt werden.
  • Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018.
  • Die Tarifsteigerungen würden sich auf 24 Monate Laufzeit bezogen zwischen 1,85% und 3,38% im günstigsten Fall bewegen!
  • Für die Reha-Kliniken Sommerfeld und Quellenhof sollen die vorgenannten Tabellensteigerungen dann noch nur zur Hälfte umgesetzt werden!
  • Darüber hinaus fordern die Arbeitgeber zusätzlich, die nur für die Jahre 2015 und 2016 vereinbarte Aussetzung der Ergebnisabhängigen Vergütung für die Reha Kliniken dauerhaft zu streichen.
  • Entgegen den Zusagen vom Sommer des vergangenen Jahres sollten die Gesprächsergebnisse zur Neugestaltung der Entgeltordnung nur noch teilweise umgesetzt werden.
  • So sollten die verabredeten Höhergruppierungen in die M6 bei überwiegenden Tätigkeiten auf Intensiv, OP, Anästhesie, IMC, Stroke Unit, Notaufnahme und Kardiotechnik erst nach 15 Jahren und nicht – wie ursprünglich verabredet- bereits nach 10 Jahren erfolgen.
  • Komplett zurückgezogen wurde die Zusage, die Physio- und Ergotherapeuten sowie die Logopäden nach erfolgtem Nachweis einer bestimmten Anzahl von Fortbildungsstunden auch höher zu gruppieren.
  • Ebenso wurde unsere Forderung nach einer Höhergruppierung der Medizinischen Fachangestellten, die in der Pflege tätig sind, vollständig ignoriert.
  • Angeboten wurde noch die Anhebung des Nachtzuschlages, der seit 2009 unverändert bei 3 bzw. 3,50 Euro liegt, um 0,25 Cent pro Stunde.
  • Fehlanzeige gibt es bei der weiteren Arbeitszeitangleichung Ost an West. Diese wird von den Arbeitgebern kategorisch abgelehnt.
  • Fehlanzeige gibt es ebenso bei einer weiteren Anhebung des Garantiebetrages zur Ergebnisabhängigen Vergütung. Tenor der Ablehnung: Wer sich „genügend anstrengt“, bekommt auch so schon mindestens 75% einer Monatsvergütung.

Sana verdient als Klinikkonzern Millionen. In den letzten Jahren ist der Umsatz pro Beschäftigten um ca. 20% gestiegen. Diese Zahl zeigt auf, was alle Beschäftigten in den Sana Kliniken täglich empfinden: immer mehr Stress, immer mehr Hetze, immer weniger planbare Arbeits- und Freizeiten und immer weniger Zeit für die Patienten.

Es gibt für uns überhaupt keinen Anlass, den Sana Konzerntarifvertrag weiter von den im Gesundheitswesen relevanten Tarifverträgen, wie z.B. dem TVöD abzukoppeln. Im Gegenteil: Wir wollen mit unseren Forderungen erreichen, dass diese Differenz wieder kleiner und nicht noch größer wird.

Sana ignoriert diese Forderungen und die große Leistung der Beschäftigten, die jetzt mit Billig-Angeboten abgespeist werden sollen.

Wertschätzung sieht anders aus ...

Wir fordern alle Beschäftigten in den Sana Kliniken den Aktionsaufrufen in den nächsten Wochen zu folgen und sich an unseren Aktionen zu beteiligen!

Die Ignoranz der Sana Arbeitgeber gegenüber dem Engagement und der Leistung der Beschäftigten kann nur mit dem Druck der Belegschaften in den Kliniken begegnet werden.

Die Tarifkommission tagt am 09. März 2017 um den Verhandlungsstand zu bewerten und die notwendigen Schlussfolgerungen zu beraten.

Die Tarifverhandlungen werden am 22. März 2017 in Berlin fortgesetzt.