Sana

Tarifrunde hat begonnen

Sana

Tarifrunde hat begonnen

ver.di fordert deutliche Entgeltsteigerungen – und selbstverständlich hat Sana dafür kein Geld!

Tarifrunde zum Sana Konzern-Entgelttarifvertrag hat begonnen

Am 10. Januar 2017 haben die Tarifverhandlungen zum Konzern-Entgelttarifvertrag mit der Sana Kliniken AG begonnen. Wir haben unsere Forderungen vorgetragen und begründet.

Eine Grundlage unserer Entgeltforderungen ist die wirtschaftliche Situation der Sana Kliniken AG, die sich unverändert sehr positiv darstellt. So ist zum Beispiel der Umsatz des Sana Konzerns in den Jahren seit 2011 von 1,6 auf über 2,3 Milliarden Euro gestiegen. Das Ergebnis hat sich im gleichen Zeitraum um 35% verbessert. Da die Anzahl der Beschäftigten in diesem Zeitraum nicht im gleichen Maß gestiegen ist, hat sich der von den Beschäftigten erwirtschaftete Umsatz pro Kopf um 18,3% erhöht. Auch der Gewinn pro Beschäftigte ist um fast 12% gestiegen.

Das, was wir alle täglich in unseren Arbeitsbereichen subjektiv erleben, ist immer mehr Stress und Arbeitsverdichtung und  immer weniger Zeit für die Patient/innen vor Ort. Dieses lässt sich mit diesen wirtschaftlichen Kennziffern eindrucksvoll belegen.

Wir haben gute Argumente für unsere Forderungen nach 6% mehr Entgelt, mindestens jedoch 150,- Euro monatlich und einer zeitgemäßen, überfälligen Überarbeitung der Entgeltordnung.

Wir wollen einen Tarifabschluss erreichen, der der guten wirtschaftlichen Situation des Sana Konzerns Rechnung trägt und die Beschäftigten angemessen daran beteiligt.

Und die Arbeitgeber? „Lerne zu klagen, ohne zu leiden“ scheinen die Arbeitgebervertreter in den Tarifverhandlungen für sich verinnerlicht zu haben…

Selbstverständlich – ist die wirtschaftliche Betrachtung der vergangenen Jahre wenig aussagefähig;

Selbstverständlich – überwiegen für die Sana Kliniken in Zukunft die Risiken;

Selbstverständlich – ist der ab 2017 von Gesetzgeber vorgegebene „Fixkostendegressionsabschlag“ viel, viel teurer als der bis 2016 geltende „Mehrerlösabschlag“;

Selbstverständlich – sind die ver.di Forderungen viel zu hoch;

Selbstverständlich – würde die Umsetzung der ver.di Forderungen Sana ruinieren;

Selbstverständlich – kann Sana bei der Arbeitszeitangleichung Ost an West nicht noch einmal den Vorreiter spielen;

und

Selbstverständlich – wolle man mit ver.di weiter mit dem Ziel einer Kompromissfindung verhandeln…

Deutlich wurde der Verhandlungskommission schon jetzt, dass uns die Umsetzung unseres Forderungspaketes nicht „geschenkt“ wird und am Ende nur der Druck aus den Kliniken die Arbeitgeber überzeugen wird, im Verhandlungsverlauf akzeptable Angebote zu unseren einzelnen Forderungselementen vorzulegen.

Am 10. Januar 2017 gab es noch kein erstes Angebot der Arbeitgeberseite. Die Verhandlungen werden am 13. Februar 2017 in Ismaning und am 22. März 2017 in Berlin fortgesetzt.

Die Konzern-Tarifkommission tagt am 09. März 2017 in Berlin und wird den bisherigen Verhandlungsverlauf bewerten und einen Aktionsplan für betriebliche Aktivitäten in den Kliniken diskutieren.