Rhön

Übernahme von Rhön-Kliniken durch Helios

Übernahme von Rhön-Kliniken durch Helios

20.02.2014. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat ihre Forderung nach einer Absicherung der Beschäftigten beim neuen Großkonzern Helios-Kliniken (Fresenius) bekräftigt. Der nun mit Abstand größte Klinikbetreiber in Deutschland habe eine besondere Verantwortung gegenüber Patienten und Beschäftigten. „ver.di erwartet, dass der Großkonzern endlich der Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung zustimmt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Donnerstag. Zuvor hatte das Bundeskartellamt der Übernahme von 40 Rhön-Kliniken und 13 medizinischen Versorgungszentren durch den Konkurrenten Helios zugestimmt.

Helios habe bereits vor Monaten den Arbeitnehmern des Konzerns zugesichert, dass die anstehende Fusion für sie keine Auswirkungen habe werde. „Wenn dieses Versprechen gelten soll, dann spricht nichts dagegen, es in einem Tarifvertrag rechtssicher festzuschreiben“, betonte Bühler. Der Helios-Konzern müsse den Umgang mit den Beschäftigten und den Belegschaftsvertretern endlich seiner tatsächlichen Größe und wirtschaftlichen Macht anpassen. „Wir fordern, dass die Betriebsräte Informationen so rechtzeitig erhalten, dass sie auf Planungen Einfluss nehmen können und in die Umgestaltung einbezogen werden“, sagte Bühler.

ver.di sehe die Übernahme insgesamt mit großer Skepsis: Schon jetzt mangele es vielerorts an Personal. „Die Beschäftigten leiden unter hoher Arbeitsbelastung“, stellte Bühler fest. Angesichts der Kosten der Übernahme sei nun zu befürchten, dass Fresenius/Helios künftig keine Mittel mehr für eine ausreichende Personalausstattung zur Verfügung habe. Den Beschäftigten drohten daher weitere Belastungen.

Auch aus Patientensicht sei die Erlaubnis des Bundeskartellamts zur Übernahme keine gute Nachricht. Mit der Großfusion befänden sich jetzt 35 Prozent aller privaten Krankenhäuser in Deutschland in einer einzigen Hand. Kommerzielle Interessen und hohe Renditeziele bedrohten zunehmend die medizinische Qualität der Krankenversorgung in Deutschland und dürften nicht die Entwicklung des Gesundheitswesens bestimmen. Es gehe um eine wichtige sozialstaatliche Aufgabe, erklärte Bühler.

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