Paracelsus

Tarifabschluss unter Vorbehalt

Paracelsus

Tarifabschluss unter Vorbehalt

Wesentliche Rahmenbedingungen vereinbart: Mehr Geld und neuer Konzern-Entgelttarifvertrag 2017

Noch sind einige wichtige Regelungen zum Abschluss der Tarifverhandlungen über den neuen einheitlichen Konzern-Entgelttarifvertrag für alle Paracelsus-Kliniken offen und alle Regelungen stehen unter dem Vorbehalt einer Gesamteinigung. Dennoch konnten wir in der letzten Verhandlungsrunde am 6. Dezember 2016 wesentliche Rahmenbedingungen vereinbaren.

 

Der derzeitige Verhandlungsstand im Überblick: 

  • Die Vergütungen steigen ab dem 1. April 2017 um 2%.

  • Der neue Konzern-Entgelttarifvertrag mit den neuen Tabellen soll ab dem 1. Juni 2017 gelten.

  • Die neuen Entgelttabellen werden ab dem 1. September 2017 um 2,5% erneut gesteigert.

  • Die neuen Tabellen sind zum 30. Juni 2018 wieder kündbar.

  • Das Weihnachtsgeld beträgt ab 2017 55% einer monatlichen Durchschnittsvergütung.

  • Zusätzlich gibt es ein einheitliches Urlaubsgeld für alle Beschäftigten von 300 Euro bei Vollzeittätigkeit. Teilzeitbeschäftigte erhalten dieses anteilig.

  • Die Erfolgsbeteiligung im Manteltarifvertrag, die bereits in den letzten Jahren zu keiner Auszahlung an die Beschäftigten geführt hatte, wird gestrichen 

  • Vor Überleitung wird ein individuelles Vergleichsentgelt definiert, mit dem die bisherige monatliche Vergütung inkl. aller ständigen Zulagen gesichert wird.

  • Kinderzuschläge werden statisch weiter gezahlt.

 

Sollte das neue Tabellenentgelt mit Zulagen unter dem Vergleichsentgelt liegen, wird die Differenz als Besitzstandzulage gezahlt. Diese nimmt in den ersten drei Jahren teilweise noch an Tarifsteigerungen teil. Ab dem vierten Jahr erfolgt eine Anrechnung dann fälliger Tarifsteigerungen. Zunächst wird die Hälfte, dann 75% einer Tariferhöhung und ab dem 11. Jahr – sofern dann noch Besitzstandzulagen existieren – diese vollständig angerechnet und damit die Besitzstandzulage abgeschmolzen.

 Durch den neuen Konzern-Entgelttarifvertrag bedingte Entgeltsteigerungen werden inkl. der jeweiligen Tarifsteigerungen auf maximal 7% pro Jahr begrenzt.

Unabhängig von dieser maximalen Steigerungsrate ist die neue Tabelle (in der dann aktuellen Fassung) am 1. Januar 2023 in allen Kliniken für alle Beschäftigten gleichermaßen anzuwenden.

 Und wieder nur für ver.di Mitglieder: Während der Laufzeit der Entgelttabellen bis zum 30. Juni 2018 gibt es in Summe 4 zusätzliche freie Tage für ver.di-Mitglieder.

Versprochen war der einheitliche Konzern-Entgelttarifvertrag seit 2004. Konkret verhandelt haben wir ihn jetzt seit Dezember 2014 in 15 Verhandlungsrunden und stehen jetzt kurz vor einer Einigung. Er wird dann für alle 25 Paracelsus-Kliniken in Deutschland gelten. Für die Reha-Kliniken gibt es erstmalig einen Entgelttarifvertrag.

Bestehende Vergütungsunterschiede von bis zu 40% bei gleichen Tätigkeiten werden dann angeglichen.

Auch wenn wir versucht haben, Besitzstände möglichst zu vermeiden, ist uns das im Gesamtergebnis leider nicht vollständig gelungen, da die Vergütungsdifferenzen dafür zu groß waren.

Im gesamten Konzern werden ca. 73% der Beschäftigten keinen oder nur geringfügige Besitzstände (max. 5%) haben. Dieses ist jedoch in den Akut- und Rehakliniken sehr unterschiedlich. Während im Reha-Bereich rund 82% keine oder nur geringfügige Besitzstände haben werden sind dieses im Akut-Bereich nur ca. 70%.

Umso wichtiger ist daher der Kompromiss zur Dynamisierung der Besitzstandzulage bei Tarifsteigerungen. Damit werden alle Beschäftigten in den nächsten Jahren weiterhin an den Tarifsteigerungen teilhaben. Von der vollständigen Anrechnung von Tarifsteigerungen nach dem 11. Jahr werden nur noch wenige Beschäftigte betroffen sein.

Der Preis für den neuen Entgelttarifvertrag ist die Absenkung des Weihnachtsgeldes auf 55% einer Monatsvergütung. Dem gegenüber stehen jedoch die vereinbarten Tarifsteigerungen 2017 in der Gesamtsumme von 4,5% für alle Beschäftigten (auch die mit Besitzständen) und die Entgeltzuwächse für viele durch die neuen Entgelttabellen. Auch das vereinbarte Urlaubsgeld von 300 Euro ist für viele Beschäftigte eine Verbesserung.

Am 4. Januar 2017 werden die Verhandlungen mit dem Ziel, ein endgültiges Tarifergebnis zu erreichen, fortgesetzt. 

Wer uns jetzt dabei mit einem ver.di-Beitritt unterstützt, sichert sich auch die 4 zusätzlichen freien Tage ab 2017! Warum noch zögern?

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